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Wo dürfen Restaurants öffnen? Diese Corona-Regeln gelten für die Gastronomie in den Bundesländern


16 Bundesländer gibt es in Deutschland – und derzeit auch fast genauso viele Regelungen zur Öffnung der Gastronomie in Pandemiezeiten. So bleiben Bars, Cafés und Restaurants in Sachsen vorerst geschlossen, während etwa das Saarland schon wieder die Außengastronomie öffnet. Ein Überblick über die Situation in den einzelnen Bundesländern.

Bayern

In Bayern muss die Gastronomie weiterhin geschlossen bleiben, nach aktuellem Stand bis zum 18. April. Lediglich die Lieferung und Abholung von Speisen ist erlaubt, ein Verzehr vor Ort ist ausdrücklich untersagt. Bei stabilem oder abnehmendem Infektionsgeschehen und einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 sind in einzelnen Regionen Öffnungsschritte ab dem 12. April angedacht. In Absprache mit dem bayerischen Gesundheitsministerium können Kommunen dann etwa die Nutzung der Außengastronomie mit vorheriger Terminbuchung zulassen. Sitzen dann Personen aus mehreren Haushalten zusammen, ist mindestens ein negativer Corona-Selbsttest erforderlich, der nicht älter als 24 Stunden ist. Bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sind weitergehende Öffnungen möglich. Abseits von Gaststätten bleibt die Gastronomie vorerst geschlossen, lediglich Hotels dürfen Geschäftsreisende beherbergen. An publikumsreichen Orten ist außerdem der Verzehr von Alkohol untersagt.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist die Gastronomie geschlossen, lediglich Abholungen, Lieferungen und die Bewirtung von Übernachtungsgästen sind erlaubt. Übernachtungen sind allerdings nur für Geschäftsreisende gestattet. Die weitere Gastronomie muss geschlossen bleiben, auch Übernachtungen sind zu touristischen Zwecken untersagt. Im Rahmen einzelner Modellversuche wurde außerdem die Öffnung der Gastronomie erlaubt – in Tübingen wurde das aber schon wieder zurückgenommen. An publikumsreichen Orten ist außerdem der Verzehr von Alkohol untersagt.

Berlin

Auch in Berlin ist die Gastronomie nach aktuellem Stand geschlossen, nur Abholungen und Lieferungen sind Gaststätten erlaubt. Außerdem ist in Berlin zwischen 23 und 6 Uhr der Verkauf von Alkohol grundsätzlich untersagt. In Grünanlagen und auf Parkplätzen darf rund um die Uhr kein Alkohol getrunken werden. Übernachtungsangebote sind ebenfalls untersagt, eine Ausnahme besteht nur für Geschäfts- und Dienstreisende. Im Freien sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Anwesenden verboten, in Innenräumen dürfen maximal 20 Personen zeitgleich anwesend sein. Erste Pilotprojekte für die Öffnung einzelner Restaurants sollen frühestens am 20. April starten.

Brandenburg

Restaurants und Bars bleiben in Brandenburg mindestens bis zum 18. April geschlossen, Abholungen und Lieferungen sind aber erlaubt. Übernachtungsgäste dürfen zwar bewirtet werden, aber jegliche kostenpflichtige Übernachtungsangebote können ausschließlich von Geschäftsreisenden genutzt werden. Lediglich länger als ein Jahr angemietete Ferienwohnungen können genutzt werden. Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter sind nur Angehörigen eines einzelnen Haushalts erlaubt. Steht Unterhaltung nicht im Vordergrund, muss zumindest ein Hygienekonzept erstellt werden. Ab Mitte April sollen einzelne Modellregionen weitergehende Öffnungen erlauben können – was aber noch nicht präzisiert wurde.

Bremen

Bremen hält die Gastronomie ebenfalls geschlossen, abseits von Lieferungen und Abholungen dürfen nur Übernachtungsgäste bewirtet werden. Es dürfen aber nur Geschäftsreisende beherbergt werden, sofern diese eine eidesstattliche Versicherung ablegen, dass sie nicht touristisch im Stadtstaat sind. Veranstaltungen sind weitgehend untersagt, lediglich eine Person aus einem weiteren Haushalt darf einer Feier beiwohnen.

Hamburg

In Hamburg sind jegliche Restaurants, Bars und Cafés geschlossen, nur die Lieferung und Abholung von Speisen ist möglich. Alkohol darf nur in fest verschlossenen Behältnissen abgegeben werden, allerdings nicht zwischen 21 und 5 Uhr. Hotels dürfen Gäste nur aufnehmen, wenn diese entweder geschäftliche, medizinische oder sogenannte zwingende sozial-ethische Gründe für eine Übernachtung an der Elbe haben. Unterhaltungsveranstaltungen sind komplett untersagt, im Freundes- und Familienkreis darf sich nur ein Haushalt mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen. Bei allen anderen Veranstaltungen müssen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten und die Kontaktdaten von Besuchern erfasst werden.

Hessen

Bis mindestens zum 18. April ist in jeglichen Gaststätten lediglich die Abholung von Speisen und Getränken möglich – wobei Wartezeiten vermieden oder Sicherheitsabstände in Wartebereichen gewährleistet werden müssen. Auch Lieferungen von Essen und Getränken sind erlaubt. An einzelnen Plätzen gilt außerdem ein Konsumverbot für Alkohol – wo genau, legen örtliche Behörden fest. Touristische Übernachtungen sind grundsätzlich untersagt, lediglich „notwendige Zwecke“ rechtfertigen Übernachtungsaufenthalte, etwa in Hotels. Veranstaltungen, die die Einhaltung des Abstandsgebots gefährden, sind untersagt. In einzelnen Städten beginnen gerade Modellversuche zu Öffnungen, etwa in Alfeld oder Baunatal.

Mecklenburg-Vorpommern

Gaststätten in Mecklenburg-Vorpommern sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Abholungen und Lieferungen sind aber erlaubt, sofern dabei Abstandsregeln eingehalten werden können. Übernachtungsangebote für Touristen und Familienbesucher sind untersagt. Alle anderen Gäste müssen mindestens einen negativen Corona-Schnelltest nachweisen. Öffentliche und nicht öffentliche Veranstaltungen, Ansammlungen und Versammlungen sind weitgehend untersagt, insbesondere Feiern und Großveranstaltungen. In einzelnen Städten wie Rostock laufen Modellversuche für weitere Öffnungen.

Niedersachsen

In Niedersachsen sind Gaststätten noch mindestens bis zum 18. April geschlossen, es dürfen aber Speisen und Getränke geliefert oder abgeholt werden. Bei Abholungen ist ein Verzehr im Umkreis von 50 Metern um die Gaststätte nicht erlaubt. Touristische Übernachtungen sind fast vollständig untersagt. Regelungen können regional noch verschärft werden, wenn über längere Zeit die Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steigt. Darüber hinaus sind sämtliche Veranstaltungen außer Wochenmärkte verboten. 13 Städte und Gemeinden in Niedersachsen sind außerdem Modellregionen, die ab dem 12. April bei niedrigem Infektionsgeschehen weitere Öffnungen zulassen können. Aktuell zeichnet sich aber ab, dass sich der Start sämtlicher Modellversuche in Niedersachsen verzögert.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz darf nur die Außengastronomie in Regionen mit wenigen Corona-Neuinfektionen derzeit öffnen, es müssen aber die Kontaktdaten von Gästen erfasst und abseits des Sitzplatzes medizinische Gesichtsmasken getragen werden. Auch müssen Mindestabstände zwischen Gästen unterschiedlicher Tische gewahrt bleiben, Termine vorab gebucht und Corona-Schnelltests nachgewiesen werden. Eine Bewirtung ist nur am Sitzplatz erlaubt. Abhol-, Liefer- und Bringdienste sowie der Straßenverkauf (ohne Alkoholausschank) sind ebenfalls erlaubt. Übernachtungen sind nur für den nicht touristischen Reiseverkehr möglich. Private Veranstaltungen sind untersagt, es gibt aber Ausnahmegenehmigungen.

Saarland

Im Saarland darf die Gastronomie unter einigen Voraussetzungen öffnen: Es darf lediglich der Außenbereich genutzt werden, eine vorherige Terminvereinbarung ist ebenso obligatorisch wie die Einhaltung von Abstandsregeln und Maskenpflicht. An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen, wenn alle davon einen negativen Corona-Test vorweisen können. Hotels dürfen ausschließlich Dienstreisende beherbergen. Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, sind untersagt. Alle anderen Veranstaltungen müssen bei örtlichen Polizeibehörden gemeldet werden.

Sachsen

Sachsen hält weiterhin die Gastronomie geschlossen, lediglich Abholungen und Lieferungen sind erlaubt. Bei Abholungen ist ein Verzehr unmittelbar vor Ort untersagt. Alkoholkonsum an öffentlichen und publikumsreichen Orten ist ebenfalls untersagt. Hotels dürfen Übernachtungen nur Gästen anbieten, die aus notwendigen beruflichen, medizinischen oder sozialen Gründen unterwegs sind. In einzelnen, kleineren Städten wie Augustusburg laufen Modellversuche für Öffnungen.

Sachsen-Anhalt

Gaststätten sind für den Publikumsverkehr in Sachsen-Anhalt geschlossen, Liefer- und Abholdienste haben aber geöffnet. Touristische Übernachtungen sind in Sachsen-Anhalt nicht erlaubt. Veranstaltungen sind ebenfalls weitgehend untersagt, auch dienstliche Treffen abseits von regelmäßig stattfindenden Events sind nicht möglich. In einzelnen Regionen wie dem Harz ist im Rahmen von Modellprojekten ab diesem Wochenende eine Öffnung der Außengastronomie geplant. Voraussetzung dafür ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 bleibt, auch müssen Gaststätten spätestens um 21 Uhr schließen.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind Gaststätten abseits von Abhol- und Lieferdiensten noch geschlossen – können aber ab Montag, 12. April, ihre Außengastronomie öffnen. Die Möglichkeit besteht nur, wenn in den entsprechenden Landkreisen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Im Außenbereich von Gaststätten dürfen sich dann maximal fünf Personen (Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit) aus zwei Haushalten an einen Tisch setzen, Masken dürfen am Tisch abgenommen werden, eine Kontaktnachverfolgung muss sichergestellt werden.

Thüringen

In Thüringen bleibt die Gastronomie außer Liefer- und Abholdiensten geschlossen. Modellversuche für weitere Öffnungen sind im Gespräch, wurden aber noch nicht konkretisiert. Auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nur für beruflich oder medizinisch notwendige Reisen. Veranstaltungen sind weitgehend untersagt.

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