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Was beim Dreh auf der Kogge erklärt wird


Was für eine Aufregung am Montagmittag vor dem Liegeplatz der Wismarer Kogge am Alten Hafen! Die Kids vom Verein „Licht am Horizont“ warteten genauso wie die Koggencrew geduldig auf das Fernsehteam rund um ihre beiden plüschigen Helden aus dem Fernsehen. Maus und Elefant – wer kennt nicht die Sendung mit der Maus?

Die Plüschfiguren kamen nicht – ein Elefant passt ja auch gar nicht auf die Kogge, lachten die Kinder. Aber das Fernsehteam rund um Moderatorin Siham El-Maimouni und Autorin Birgit Quastenberg besuchte Wismar und den Koggennachbau.

Wie funktioniert ein Gimbal?

Siham El-Maimouni, die seit April auch regelmäßig die Sendung „Titel, Themen, Temperamente“ moderiert, erkannten viele Kinder sofort. Sie hatte kleine Geschenke für die Kinder des Vereins dabei. Der Verein kümmert sich seit Jahren mit besonderen Aktionen um Kinder, beispielsweise aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen oder Wohngruppen.

Birgit Quastenberg verrät, was auf der Kogge gedreht wird: „Es geht um das moderne Gimbal und die kardanische Aufhängung.“ Die kardanische Lagerung – die englische Übersetzung dafür ist „Gimbal“ – ist eine höchst praktische Aufhängung in zwei sich schneidenden und beweglichen Achsen. „Auf der Kogge gibt es zum Beispiel einen tollen Kompass, der so gelagert ist.“ Und manch ein Herd unter Deck hängt in so einem Gestell, damit bei Seegang die Suppe nicht überschwappt.

Kompass und Kamera wackeln weniger bei Seegang

Und der Kameramann des Fernsehteams nutzte auch so eine Aufhängung – für seine Kamera! Mit diesem „Gimbal“ kann er nämlich verwacklungsärmer filmen und zum Beispiel von einer Seite zur anderen schwenken, ohne dass das Kamerabild ruckelt oder wackelt wie beim Seegang. Wer jetzt von den Erwachsenen das technische Prinzip nicht verstanden hat, sollte „Die Sendung mit der Maus“ nicht verpassen! Wahrscheinlich wird die Folge aus Wismar schon im August gezeigt, passend zur Urlaubszeit.

Die Kinder wären gerne mitgesegelt auf der Kogge – das darf gerade nicht sein. Für das Koggenteam war der Besuch der Kinder und des Fernsehteams aber auch Startschuss für mehr Engagement. Der Verein will noch enger mit dem Verein „Licht am Horizont“ zusammenarbeiten und das Angebot auch für Schulen und damit Jugendliche ausbauen. „Wir wollen das maritime Erbe der Stadt an die Jugend weitergeben“, erklärt Gerd Elmke vom Koggenbüro.

Er hat noch eine große Bitte: Der Verein sucht einen Bootsmann und einen Maschinisten für die Kogge, im Ehrenamt natürlich. Einfach an Bord melden!

Von Nicole Hollatz

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