Start day-news U21-Trainer Di Salvo über Vergleiche mit Kuntz, Assistent Gerland und Top-Talent Moukoko

U21-Trainer Di Salvo über Vergleiche mit Kuntz, Assistent Gerland und Top-Talent Moukoko



Antonio Di Salvo ist der neue Chefcoach der deutschen U21-Nationalmannschaft. Der 42-Jährige unterzeichnete nach DFB-Angaben einen Vertrag bis 2023 und damit zunächst bis zur EM in zwei Jahren in Georgien und Rumänien, bei der die deutschen Junioren ihren Titel verteidigen wollen. Am Freitagvormittag stellte sich der Nachfolger von Stefan Kuntz gemeinsam mit Joti Chatzialexiou, dem Sportlichen Leiter Nationalmannschaften, den Fragen der Presse. Di Salvo sprach bei der Medienrunde über…

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…die Aufgabe als U21-Nationaltrainer: „Ich freue mich extrem auf diese Aufgabe, auf diese neue Aufgabe. Wir sind erfolgreich in die Qualifikation gestartet. Diesen Weg gilt es jetzt fortzufahren. Wir waren auch in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit dem Trainerteam. Ich möchte die Arbeit fortführen. Mit meinem eigenen Stil, mit meiner eigenen Persönlichkeit. Ich will authentisch bleiben.“


…die Anfrage vom DFB: „Überrascht war ich nicht, nein. Wir haben in den letzten Jahren schon immer wieder darüber gesprochen, dass es nur der nächste und logische Schritt sein kann, eine Mannschaft als Trainer zu übernehmen. Ich habe mich darauf lange vorbereitet und bin auch bereit, diesen Schritt zu gehen. Dass es jetzt die U21 geworden ist, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Aber ich freue mich einfach wahnsinnig, die tolle Arbeit fortsetzen zu können.“


…die eigenen Vorstellungen: „Es war viel das Trainerteam in den letzten Jahren entscheidend, keine einzelne Person. Wir haben nahezu jede Entscheidung gemeinsam getroffen. Wir haben viel diskutiert und uns über die Mannschaft, den Fußball unterhalten. Der Stil, der vorher war, ist auch ein Stil von mir. Es geht eher darum, dass ich eine andere Art habe, dass ich andere Ansprachen wähle. Aber das große Ganze wird ähnlich sein wie vorher, da ich ähnlich wie Stefan bin. Wir haben die gleiche Denkweise, was die Mannschaftsführung oder auch die Spielidee betrifft. Wir haben manche Strömungen in der Mannschaft gleichzeitig erkannt. Wir haben uns in die Augen geschaut und das Gleiche gedacht.“


Di Salvo über Flick: Waren immer im Austausch


…das Verhältnis zu Bundestrainer Hansi Flick: „Ich kenne Hansi schon ziemlich lange. Er hat mich 2016 von der U19 in die U21 befördert. Wir waren immer wieder im Austausch und in Kontakt. Mich hat es super gefreut, dass er die Erfolge bei Bayern eingefahren hat und zum DFB zurückgekommen ist. Die Gespräche beim DFB liefen über Meikel (Schönweitz, Cheftrainer U-Nationalmannschaften, Anm. d. Red.) und Joti Chatzialexiou (Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, Anm. d. Red.). Aber natürlich habe ich auch mit Hansi gesprochen.


…das Debüt in seiner Heimat Paderborn: „Das sind so die Geschichten, die der Fußball schreibt. Es ist etwas ganz Besonderes, dass dieses Spiel in meiner Heimatstadt stattfindet. Ich bin mir sicher, dass ich extrem viel Unterstützung bekommen werde von meiner Familie, von Freunden und auch der Stadt. Aber ich muss auch sagen, dass es genau so besonders gewesen wäre, wann das Spiel in Hamburg, München oder auch in Israel stattgefunden hätte.“


…die Situation im deutschen Nachwuchsfußball: „Die Titel dürfen nicht ausblenden, dass noch ganz viel Arbeit vor uns steckt. Bei den Ergebnissen der U-Nationalmannschaft gibt es sicher noch Potenzial. Andere Nationen haben aufgeholt, vor allem kleinere Nationen. Die großen Nationen sind uns in den einen oder anderen Dingen einen Schritt voraus. Wir haben unsere Projekte und wollen daran anknüpfen, dass wir mit den Spielern vermehrt individuell arbeiten, weiter akribisch sind, der Spaß eine Rolle spielt und Kinder schon im Jugendbereich die Eins-Gegen-Eins-Situationen suchen. Sie sollen mutig in Duelle und ins Dribbling gehen. Da müssen wir weiter dranbleiben und weiter hart arbeiten.“


Die aktuelle Mission der U21


…die aktuellen U21-Jahrgänge: „Uns war es erstmal wichtig, die Mannschaft und die Spieler kennenzulernen. Es ist nie leicht, wenn 23 neue Spieler plötzlich vor einem sind und man sie in kürzester Zeit integrieren muss, eine Spielidee entwickeln muss. Die Gegner waren vermeintlich die schwächeren in der Gruppe und es war etwas Sand im Getriebe, aber die Mannschaft hat es wirklich gut gemacht. Wir haben sechs Punkte geholt und wir wollen eine Entwicklung vorantreiben, besser werden. Ich bin überzeugt, dass es von mal zu mal besser wird.“


…das Stürmerprojekt im DFB: „Wir sind sehr aktiv. Ich war zuletzt erst in Berlin und habe den ganzen U-Trainern das Projekt vorgestellt. Es gilt jede Positionsgruppe besser zu machen. Die Spieler müssen individuell noch mehr gefördert, es muss noch mehr an den Basics gearbeitet und viel mehr auf Kleinspiel-Formen gesetzt werden. Ich bin mir sicher, dass von allen U-Trainern die Arbeit fruchten wird und wir demnächst viele gute Spieler entwickeln werden.“


…seinen Co-Trainer Hermann Antonio Di Salvo : „Den Hermann kenne ich schon sehr lange. Wir hatten nur eine kurze Zeit beim FC Bayern. Wenn ich nicht bei den Profis war, habe ich bei den Amateuren trainiert. Der Kontakt ist nie abgerissen, wir haben ständig den Kontakt gehalten. Ich war anschließend ja auch nochmal bei Bayern in der Jugend als Trainer aktiv. Da hat uns Hermann Gerland auch immer wieder seinen Input gegeben. Und auch anschließend sind wir uns über den Weg gelaufen. Als es darum ging, einen Ersatz für mich zu finden, sind wir gemeinsam auf diese Lösung gekommen. Wir wollten nochmal eine andere Sicht mit reinnehmen. Mit Hermann Gerland konnten wir einen erfahrenen und erfolgreichen Co-Trainer für das Team gewinnen. Er hat einfach auch eine anderen Blick auf den Fußball, ist geradeaus sowie offen und ehrlich. Er spricht vielleicht auch mal Dinge anders an. Wir sind sehr froh, dass wir Hermann gewinnen konnten.“


Di Salvo rechnet fest mit Moukoko im A-Team


…Super-Talent Youssoufa Moukoko: „Youssoufa hatte leider das Pech, dass er sich im März ziemlich bitter im ersten Training direkt verletzt hat und damals noch nicht sein Debüt feiern konnte. Jetzt hatten wir ihn zuletzt dabei. Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass er ein unfassbares Talent ist. Er hat es in der Jugend und auch im Profi-Bereich des BVB schon bewiesen, dass er viele Tore schießen kann. Er kann mit links und rechts schießen. Wir sollten aber die Kirche im Dorf lassen. Youssoufa ist noch sehr, sehr jung. Man muss erstmal zusehen, dass er weiter bei Dortmund lernt. Er braucht Geduld und muss zusehen, dass er auf seine Einsätze kommt. Ich bin mir sicher, dass wir früher oder später einen Youssoufa Moukoko in der A-Nationalmannschaft sehen werden. Aber wir sollten ihm die Zeit geben, zu wachsen und zu reifen.“


…die Talente in Deutschland: „Es gibt hier sehr, sehr viele Talente. Wir haben diese Spieler im Blick. Es ist aber nicht so, dass jeder Spieler, der in der ersten oder zweiten Liga spielt, sofort die Berechtigung hat, zur U21 zu kommen. Das muss dann schon auch über einen längeren Zeitraum bewiesen werden. Klar kann es auf der ein oder anderen Position mal sein, dass wir vielleicht anders handeln. Wir haben viele Spieler im Blick. Die Spieler müssen sich beweisen und entwickeln.“



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