Start day-news Stralsunder Zoo lockt mit Tierbabys und neuen Attraktionen

Stralsunder Zoo lockt mit Tierbabys und neuen Attraktionen


Mit ihren großen Knopfaugen schauen zwei kleine Lämmer neugierig am Mutterschaf vorbei. Noch haben es die Kleinen kuschelig warm in ihrem Stall unter der Rotlichtlampe – erst wenige Tage sind die jüngsten Bewohner des Stralsunder Zoos alt. Umsorgt von der Mama und den Tierpflegern, scheinen sie sich prächtig zu entwickeln. Die beiden kleinen Merino-Schafe, ein Bock und ein Weibchen, können in wenigen Wochen auch nach draußen und von Besuchern beim Toben beobachtet werden.

Kleine Kängurus im Beutel

Es ist nicht der einzige Nachwuchs, der in diesem Jahr im Zoo erwartet wird. Auch bei den Ziegen ist es schon so weit. „Bei vielen Tieren ist es aber eine Überraschung“, sagt Zoodirektor Dr. Christoph Langner. Bei anderen ist schon ganz offensichtlich, dass da etwas kommt. Bei den Kängurus beispielsweise. Da ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Kleinen den Kopf aus dem Beutel stecken.

„Die Pelikane haben schon Eier gelegt, andere Vögel wie der Steinadler sind erst später dran.“ Niedliche Tierbabys wird es in diesem Frühjahr also einige zu sehen geben, zusätzlich zu den anderen, noch kleinen Jungtieren wie dem Watusrind aus dem vergangenen Jahr.

Neue Volieren und thematische Zonen

„Die Roten Sichler, die einen Höhepunkt der Tiershow darstellen, haben sich auch sehr erfolgreich vermehrt“, ergänzt der Zoochef. Sogar so sehr, dass eine größere Voliere für die Tiere nötig ist. Diese ist bereits im Bau, finanzielle Unterstützung gab es vom Förderverein, den „Zoofreunden“, wie Langner ausführt. Viele Projekte und Vorhaben stehen für dieses Jahr auf dem Plan, damit sich die Gäste – und natürlich auch die Tiere – wohlfühlen.

Mehr als 1200 Tiere leben im Stralsunder Zoo. Einige von ihnen erwarten in diesem Jahr Nachwuchs: Lämmer und Ziegen haben schon das Licht der Welt erblickt. Auch einige Jungtiere aus dem vergangenen Jahr und Neuzugänge sind zu bestaunen.

Auch Neuzugänge gab es einige: Im vor wenigen Monaten fertiggestellten Südamerikahaus sind beispielsweise Zwergseidenäffchen, eine Vogelspinne oder Kaiserschnurrbarttamarine eingezogen. Letztere verdanken ihren Namen dem langen, weißen „Schnurrbart“, den sie tragen. Auch Axolotl, Amphibien, die einzelne Körperteile bei Verletzungen selbst nachwachsen lassen, sind in dem Südamerikahaus untergekommen. Für die Besucher ist dieses aber derzeit aufgrund der Coronabestimmungen nicht zugänglich.

Thematische Pfade sollen im Zoo entstehen

Im vergangenen Jahr zog es über 150 000 Besucher in den Stralsunder Zoo. „Die Corona-Situation hat auch uns vor große Herausforderungen gestellt“, sagt Langner. Dennoch zeigte sich, vor allem im Sommer, dass die Leute rausgehen und etwas erleben wollten. Als viele Einrichtungen schließen mussten, konnten Familien trotzdem noch einen Spaziergang zu den Tieren unternehmen. Und: „Auch viele Urlauber besuchten unseren Zoo.“ Die Zahlen würden zeigen, dass der Tierpark einen guten Ruf in der Stadt genießt.

Der Stralsunder Zoo

Der Zoo ist mit seinen Außenbereichen für Besucher derzeit täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Es gilt die 2G-Regelung und im Kassenbereich herrscht Maskenpflicht. Die Innenbereiche sind bis auf Weiteres geschlossen.

Es leben rund 1250 Tiere 120 verschiedener Arten im Zoo. Eine Stralsunder Besonderheit in der Zoowelt stellt dabei der hohe Anteil an teilweise sehr seltenen Haustierrassen dar. Es ist der größte Zoo in Vorpommern.

Erwachsene zahlen in der Wintersaison 5 Euro Eintritt, Kinder bis 16 Jahren 2 Euro. Eine Familienkarte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern kostet 12 Euro.

In diesem Jahr setzt der Zoo alles daran, die Ziele des Masterplanes umzusetzen, der die zukünftige Entwicklung der Einrichtung festschreibt. So sollen die Wege und Abschnitte in Pfade eingeteilt werden, die erkundet werden können. Beim „Mühlenpfad“ beispielsweise soll der regionale Stoffwechselkreislauf beleuchtet werden. Getreide abfüllen und mit einem Esel zur Mühle bringen, Mahlen und das Mehl anschließend zu Brot weiter verarbeiten – das ist der Plan. Im oberen Teil der Schaumühle soll eine Ausstellung entstehen: Dafür wird noch nach Infomaterial und Fotos gesucht, informiert Christoph Langner.

Sterne und Emus

Der „Traumpfad“ an der Freilichtbühne soll die Sterne und australische Ureinwohner zum Thema haben. Thematisch sollen dann auch Kängurus und Emus dort leben. Die Ausgestaltung dieses Pfades stehe vorrangig in diesem Jahr auf der Agenda. Im gleichen Zuge soll ein Indoorspielplatz entstehen und die Gaststätte neu gemacht werden. „Ein weiterer Punkt in diesem Jahr ist eine Schauküche“, verdeutlicht der Zoochef. Besucher sollen dann genau zusehen können, wie das Futter für die Tiere zubereitet wird. Sollten es die Coronaregeln zulassen, werde auch wieder die Schaufütterung angeboten und die Zooschule öffnen. „Außerdem überlegen wir, wie wir die beliebte Tiershow erweitern können.“

Von Stefanie Ploch

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