Start day-news Sonderprämie für Weydandt? In 96-Aufstellung will sich Kocak nicht reinreden lassen

Sonderprämie für Weydandt? In 96-Aufstellung will sich Kocak nicht reinreden lassen


Für Kenan Kocak hat die Abschiedstournee begonnen, am Freitag (18.30 Uhr) gegen Darmstadt steht der erste Stopp an. Vier Spiele noch, dann ist Schluss für den Trainer bei Hannover 96, doch Kocak gibt sich trotz seines nahenden Abschieds motiviert: „Die Freude auf die letzten Spiele und der Ehrgeiz sind groß“, sagt der 40-Jährige. Und: „Wir haben mit der Mannschaft natürlich das Ziel, uns würdig von der Saison zu verabschieden. Wir können es uns nicht erlauben, die Sache schleifen zu lassen.“

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Sein Team ist auch im Aufstiegsrennen noch gefragt – nicht als Kandidat, aber als Gegner am Montag (18 Uhr) beim Nachholspiel in Kiel, dem zweiten Tourneestopp. Die Doppelbelastung an einem „Spieltag“ ist auch für Kocak besonders: „Freitag und Montag ist für uns Neuland. Wir versuchen, der Mannschaft die Balance zu geben zwischen Belastung und Erholung, sodass wir bei beiden Spielen physisch und mental voll auf der Höhe sind.“ Zeit für mehr Rotation? Kocak überlegt. „Rotation ist gut“, sagt der Trainer dann. „Da brauche ich die Angebote der Mannschaft.“ Klingt eher nach einem Nein.

Für 96 selbst geht es zwar nicht mehr um Auf- oder Abstieg, sehr wohl aber um viel Geld. Ein besserer Platz im Abschlussranking der 2. Liga brächte dem Verein höhere Einnahmen durch die TV-Tabelle. Das ist in Corona-Zeiten besonders wertvoll, es geht um ein paar Hunderttausend Euro mehr.

„Kenne die vertraglichen Situationen der Spieler nicht“

Das ist weiterer Grund für Kocak, „weiterhin nach dem Leistungsprinzip“ zu handeln. Und das gelte explizit auch für Hendrik Weydandt. Der Stürmer hat eine Sonderprämie im Vertrag stehen, die er für 20 Startelfeinsätze kassiert. Es geht um etwa 45 000 Euro – Geld, das die 96-Entscheider wohl auch an anderer Stelle gern einplanen würden.

Weydandt fehlen bei vier ausstehenden Spielen noch vier Startelfeinsätze – dazu soll es für Kocak einen entsprechenden Hinweis vom kaufmännischen 96-Leiter Frank Baumgarte gegeben haben, über den zuerst die Bild berichtete. Auch Boss Martin Kind sei anwesend gewesen. Ein zumindest grenzwertiger Vorgang.

Kocak will sich bei der Aufstellung nicht reinreden lassen. „Ich kenne die vertraglichen Situationen der Spieler nicht, das ist auch nicht mein Aufgabenbereich.“ Als Cheftrainer sei er „dafür verantwortlich, dass sich die Jungs im sportlichen Bereich entwickeln – und vor allem auch für die Aufstellung. Wenn ich der Meinung bin, dass Henne uns weiterbringt, werden wir ihn aufstellen.“ Es sei ohnehin „erstaunlich, was hier alles rauskommt in Hannover“.

Das ist der Spielplan von Hannover 96 in der Saison 2020/21 der 2. Bundesliga:

Hannover 96 spielt in der aktuellen Zweitligasaison unter anderem gegen Fortuna Düsseldorf, den HSV und Eintracht Braunschweig. 

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Für die 96-Talente, die sich im Saisonendspurt noch mal empfehlen könnten, bedeuten Kocaks Leistungsprinzip derweil schlechte Vorzeichen für größere Einsatzchancen. Beim Training am Dienstag waren Simon Stehle, Moussa Doumbouya, Mick Gudra und Niklas Tarnat schon außen vor, als die Profikollegen beim Trainingsspiel übten.

„Es ist sehr schwer, wenn wir Zehn-gegen-zehn spielen, aber 24 Spieler haben. Da muss man es auch positionstechnisch differenzieren“, erläutert Kocak. Erste Wahl ist keines der Talente, aber: „Wir schauen genau hin und drauf, auf welche Spieler wir setzen können.“

Auf Simon Falette wird Kocak dabei nicht setzen, auch wenn 96 ihn eigentlich ins Schaufenster stellen könnte. Der Innenverteidiger darf Hannover verlassen, sich wegen zuletzt katastrophaler Leistung aber nicht anbieten. 96 würde auch Patrick Twumasi keine Steine in den Weg legen, der Sommerenttäuschung winkt bei Kocaks Abschiedstournee immerhin eine Jokerrolle.



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