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Salzburg-Manager Christoph Freund über Meister-Chancen von Leipzig mit Jesse Marsch: „Da muss alles passen“


Jesse Marsch hat mit Red Bull Salzburg einen Titel nach dem anderen gesammelt. Vor einer Woche sicherte sich der 47 Jahre alte Coach mit dem österreichischen Klub den Pokalsieg. Der Liga-Titel ist vier Spieltage vor Ende der Meisterrunde nur noch Formsache – sechs Punkte Vorsprung hat die Mannschaft aus der Mozartstadt auf den Zweiten Rapid Wien. Am kommenden Mittwoch kommt es noch zum direkten Duell der beiden Spitzenteams. Sollte den Salzburgern der erneute Meistertitel gelingen, würde sich Marsch mit dem zweiten Double in zwei Jahren Amtszeit zu RB Leipzig verabschieden.

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Im Sommer 2019 war der Coach bereits Assistent von Ralf Rangnick bei den Sachsen, zuvor saß der Ex-US-Nationalspieler viereinhalb Jahre bei den New York Red Bulls auf der Trainerbank. Vor zwei Jahren folgte er an der Salzach auf Marco Rose, der gerade zu Borussia Mönchengladbach gewechselt war. Nun zieht es Marsch erneut von einem zum nächsten Klub des Red-Bull-Imperiums. Aus Sicht seines aktuellen Chefs wird er es in Leipzig aber schwer haben, die Titelsammlung im Nachbarland direkt fortzusetzen. „Da muss wirklich alles zusammenpassen. Wir wissen, wie dominant der FC Bayern München in den vergangenen Jahren war“, sagt Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Grundsätzlich hält Freund sehr große Stücke auf seinen Noch-Coach. „Dass Jesse ein richtig guter Trainer und ein positiver Typ mit extrem viel Energie und großen Zielen ist, das steht außer Frage. Alles andere werden wir sehen“, betont Freund und ergänzt: „Es wird spannend für Jesse, aber auch für die Bundesliga mit dem ersten US-amerikanischen Cheftrainer.“

Freund über Ablöse-Summen für Trainer: „Nur logisch“

Für den Wechsel von Marsch zum Schwesterklub nach Leipzig bekam Salzburg dem Vernehmen nach eine Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro. Die Verbundenheit beider Klubs dürfte den Deal natürlich vereinfacht haben. Für den aktuellen Leipziger Coach Julian Nagelsmann musste dessen neuer Verein aus München deutlich tiefer in die Tasche greifen – die Rede ist von mindestens 15 Millionen Euro plus Bonuszahlungen. Salzburgs Manager Freund überrascht es dabei nicht, dass mittlerweile derartig hohe Summen für Trainer fließen. „Ich persönlich habe mit dieser Entwicklung gerechnet. Der Trainer ist die wichtigste Entscheidung eines Vereins bei der Besetzung einer sportlichen Position. Der Coach hat extrem großen Einfluss auf die Mannschaft und deren Leistung und Entwicklung – mehr als jeder einzelne Spieler“, meint der 43-Jährige.

Freund sieht eine eindeutige Entwicklung auf dem Trainermarkt. Er sagt: „Wenn ein Verein wirklich überzeugt ist, dass ein Trainer dorthin passt, dieser das auch will und die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind, dann ist es für mich nur logisch, Geld in die Hand zu nehmen. Das ist eine äußerst sinnvolle Investition. Das werden wir meines Erachtens in Zukunft noch viel öfter erleben, weil es einfach um die Schlüsselposition im sportlichen Bereich geht.“



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