Start day-news Rostocker Filmfestival Fish erreichte 6000 Strams

Rostocker Filmfestival Fish erreichte 6000 Strams


Im Normalfall zieht das Fish-Kurzfilmprogramm rund 3500 Gäste an. Doch in diesem Jahr hatten die Veranstalter coronabedingt die Präsenz-Beteiligung auf Juroren, wenige Filmschaffende und ein Technikteam beschränkt. In zwei Wettbewerben wurden 43 Filme von jungen Talenten aus Deutschland und dem Ostseeraum präsentiert. Zu fast jedem Film konnten Gespräche für das Publikum live aus dem Rostocker Mau-Club übertragen werden. „Wir hatten auf unseren vier Kanälen rund 6000 Streams“, so Fish-Pressesprecher Patrick Hinz.

Gute Stimmung trotz digitaler Schalten

Abschluss war am 2. Mai um 13 Uhr. Die Jurydiskussion mit Preisverleihung fand als Livestream statt. „Bei der Preisverleihung kam trotz der digitalen Schalte richtig gute Stimmung auf“, so Patrick Hinz. Im bundesweiten Wettbewerb „Junger Film“ wurden 30 Filme in sechs Blöcken gezeigt. Den mit 7000 Euro dotierten Hauptpreis „Film des Jahres“ gewannen Luna Jordan und Frida Lindenau mit dem Film „Furor“. Im Wettbewerb „Junger Film“ wurden außerdem drei GoldFiSHe vergeben, die mit je 1000 Euro dotiert sind. Die Preisträger sind Amedi Oji (14) und Jakob Bey (16) aus Münster mit dem Film „Alone“, Jameela Mearajdin (17) aus Berlin mit dem Film „Meine Stadt in Berlin“ sowie Paul Scheufler (22) aus Berlin mit dem Dokumentarfilm „Ein Ozean“.

Festivalpreise und Publikumspreise

Die Kino-Crew des Kulturkosmos e. V. vergab den mit 500 Euro dotierten Sputnik-Preis an Ferdinand Ehrhardt und Elisabeth Weinberger aus Ludwigsburg für den Animationsfilm „Obervogelgesang“. im Ostseeraum-Wettbewerb „Offshorts“ wurden 13 Kurzfilme präsentiert. Der mit 1000 Euro dotierte Hauptpreis „Young Baltic Cinema Award“ ging an Julius Lagoutte Larsen und Kir Siegumfeldt aus Kopenhagen mit dem Film „Half a Year“. Den mit 1000 Euro dotieren Preis „OstseeFiSH“gewann Anita Kremm aus Tallin in Estland für ihren Experimentalfilm „Daysteps“. Gewinnerinnen des Publikumspreises waren Carina Krause, Carla Mietzner und Anna Schorpp aus Wasungen mit dem Animationsfilm „Contagious Loneliness“. Das Preisgeld beträgt 933,30 Euro.

Medienkompetenzpreis in mehreren Kategorien

Bereits Donnerstagnachmittag wurde der Medienkompetenz-Preis M-V 2021 vergeben, 6000 Euro Preisgelder gingen in vier Kategorien an acht Bewerber. Ausgezeichnet mit dem ersten Platz, Wanderpokal und 1000 Euro wurde in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ der LAG Medien Mecklenburg-Vorpommern e. V. mit dem Onlineprojekt „#MVedu – Vernetzung und Weiterbildung von und für Bildungsenthusiast*innen in MV“. Der zweite Platz (500 Euro) wurde an den Medienwerkstatt Identity Films e. V. Stralsund mit dem Programmierprojekt „Bits und Bots“ vergeben.

In der Kategorie „Schule und Bildung“ wurde die Werkstattschule Rostock mit dem Videoprojekt „Grenzwanderung“ mit Wanderpokal und 1000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Der zweite Platz (500 Euro) ging an das Institut für Medienforschung der Uni Rostock mit dem Videoprojekt „Medien-Praxis-Seminar ZOOM Rostock“.

Auch Bürgerprojekte wurden gewürdigt

Die Kategorie „Kindheit und Alter“ war mit 1500 Euro dotiert. Die Jury würdigte zwei Projekte mit je 750 Euro: Das war der Seniorenbeirat von Gadebusch mit dem Projekt „Silver Surfer, ein Weg aus der Einsamkeit“; die Rostocker Kita „kleines ganz groß“ wurde für das Projekt „Medien mit allen Sinnen erleben“ geehrt. Der Sonderpreis ehrte zwei Projekte in der Kategorie „Nachgehakt“. Mit dem ersten Platz (1000 Euro) wurde die RAAbatz Medienwerkstatt (RAA MV) Waren (Müritz) für das Projekt „Fake News & Co“ ausgezeichnet. Der zweite Platz in dieser Kategorie (500 Euro) ging an die Evangelische Akademie der Nordkirche mit dem Projekt „General Solutions – ein mobiles Escape Game zur digitalen Zukunft“.

Von Thorsten Czarkowski

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