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Instagram-Chef zu schädlichem Einfluss von Instagram auf Kinder bald im Kongress


Instagrams Chef Adam Mosseri hat sich dazu bereit erklärt, in der Nikolauswoche vor dem US-Kongress in einer Reihe von Anhörungen zum Schutz von Kindern im Internet auszusagen. Dies hat der Leiter der Anhörungen, Senator Richard Blumenthal, der New York Times berichtet. Mosseri wird das erste Mal unter Eid aussagen, nachdem der überparteiliche Druck auf Instagram zugenommen hat. Ein Vorwurf lautet, dass das soziale Netzwerk sich nicht ausreichend um das Wohlergehen seiner Nutzerinnen und Nutzer kümmere.

Zuvor sind bereits Antigone Davis, die Sicherheitschefin von Meta – dem Mutterkonzern von Facebook und Instagram – und Frances Haugen verhört worden, eine ehemalige Mitarbeiterin von Facebook, die zur Whistleblowerin wurde. Haugen veröffentlichte Dokumente über die Forschung von Facebook und Instagram zu den Auswirkungen der Plattformen auf Teenager und speziell auch junge Mädchen. Daraufhin hagelte es nicht nur Kritik, sondern auch Anfragen von Regulierungsbehörden und Politikern.

Im September bestritt Davis, die Anschuldigungen, Instagram sei schädlich für Kinder. Die geleakten Forschungsergebnisse enthielten demnach auch keine kausalen Zusammenhänge. Nach den Aussagen von Haugen im vergangenen Monat, schrieb Blumenthal laut der New York Times jedoch einen Brief an CEO Zuckerberg, Meta habe ihm gegenüber „falsche oder ungenaue Aussagen“ gemacht. Blumenthal forderte eine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss für Verbraucherschutz (Commerce Committee) des Senats.

„Er ist der oberste Mann bei Instagram, und die ganze Nation fragt sich, warum Instagram und andere Tech-Plattformen so viel Gefahr und Schaden angerichtet haben, indem sie mit diesen immens mächtigen Algorithmen giftige Inhalte an Kinder weiterleiten“, sagte Blumenthal gegenüber der NYT.

Daher soll Mosseri auch dazu befragt werden, wie die Inhalte von Instagram in Zusammenhang mit extremen Diäten, Essstörungen und Selbstverletzung stehen – auch mehr als hundert betroffene Eltern wurden dazu bereits befragt. Mosseri solle die Entscheidungen über das Ranking der Inhalte und die Empfehlungen von Instagram für die Öffentlichkeit und für Experten transparent machen. In einer früheren Anhörung haben bereits Snap, TikTok und Youtube dazu ausgesagt, sich zur Transparenz der angewendeten Algorithmen zu verpflichten.

Die Entwicklung einer umstrittenen Kinder-Version von Instagram ist bereits pausiert worden. Mosseri teilte mit, dass in der Pause erst mit Eltern, Experten, politischen Entscheidungsträgern und Aufsichtsbehörden gesprochen werden soll.


(mack)

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