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Gigantischer Komet bewegt sich auf unser Sonnensystem zu



Ein gigantischer Komet bewegt sich auf unser Sonnensystem zu. Klingt, wie aus einem Sience-Fiction-Roman. Ist aber Realität.

Philadelphia – Himmelsphänomene beschäftigen uns immer wieder. Die alljährlichen Perseiden, UFO Sichtungen oder ein leuchtend-klarer Sternenhimmel in Sommer oder Winter. Die beiden Astronomen Bernardinelli und Gary Bernstein von der University of Pennsylvania in Philadelphia haben ein neues Phänomen im All entdeckt. Nämlich einen riesigen Kometen. Seinen Ursprung hat er in der sogenannten Oortschen Wolke, am äußersten Rande des Sonnensystems. Und nun bewegt sich der Koloss auf das Zentralgestirn zu.

Gigantischer Komet bewegt sich auf unser Sonnensystem zu

Der Himmelskörper mit der ursprünglichen Bezeichnung 2014 UN271, ist mit 100 bis 200 Kilometern der wohl größte, jemals entdeckte Komet. Zum Vergleich: Komet Neowise hatte einen Radius von circa fünf Kilometern, Hale-Bopp kam auf 60 Kilometer und der Halleysche Komet auf etwa elf Kilometer im Kern.

Den Giganten aus dem All entdeckten die beiden Wissenschaftler im Rahmen einer Durchsuchung bereits gesammelter Daten aus dem Dark Energy Survey. Die beiden suchten nach transneptunischen Objekten. Der Komet fiel ihnen ob seiner enormen Größe auf. Ihre Erkenntnisse haben sie bis heute zwar noch nicht in einem wissenschaftlichen Magazin veröffentlicht, doch Bernardinelli twitterte über seine Entdeckung. 

Wissenschaftler, Astrophysiker und Astronomen sind wegen dieser Entdeckung schrecklich vorfreudig. Denn bis sich der inzwischen nach seinen Entdeckern getauften Kometen Bernardinelli-Bernstein unserer Sonne nährt, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Denn erst im Jahr 2031 soll der Komet den Sonnen-nächsten Punkt seiner Bahn erreichen. Dieser liegt knapp außerhalb der Bahn des Saturns und damit nicht in direkter Erdnähe.

Gigant aus dem All: Mit bloßem Auge nicht erkennbar

Hobby Astronomen hoffen, dass sie den Giganten mit einem Amateurteleskop sehen könnten. Denn mit bloßem Auge werden wir den Kometen, wie seine prominenten Vorgänger, wohl leider nicht bewundern können.

Rubriklistenbild: © NOIRLab/NSF/AURA/J. da Silva



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