Start day-news Corona-Zahlen in Vorpommern beruhigen sich: Experten mahnen zur Vorsicht

Corona-Zahlen in Vorpommern beruhigen sich: Experten mahnen zur Vorsicht


Wie das Universitätsklinikum in Greifswald mitteilte, werden aktuell noch 27 Personen in Greifswald behandelt, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben. Vier von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Bei 29 weiteren Personen besteht der Verdacht, sie könnten infiziert sein. Der Aufwand bei Isolation und Schutz ist bei diesen Personen ebenso hoch, wie bei nachgewiesenen Positivmeldungen.

Vergangenen Woche lagen 26 Infizierte und 32 Verdachtsfälle im Klinikum Greifswald. Die Zahl der freien Intensivbetten ist im vergleich zur vergangenen Woche nahezu gleich geblieben. Aktuell stünden insgesamt zwölf Intensivbetten zur Verfügung, von denen einige für dringende Operationen reser­viert sein, heißt es in der Mitteilung des Klinikums.

Krisenstab mahnt weiter zur Vorsicht

Mit Blick auf das Pfingstwochenende, an dem zahlreiche Öffnungen im ganzen Land anstehen, warnt der Krisenstab des Klinikums, weiterhin auf die Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Das Virus sei weiter aggressiv, heißt es. „ Jedes für Corona-Patienten benö­tig­te Intensivbett stehe nicht für die Menschen zur Verfügung, die schon seit Monaten auf einen zwar ver­schieb­baren, aber erforderlichen Eingriff warten“, betont das Klinikum weiter. Deswegen gelte auch – bis auf wenige Härtefälle – das Besuchsverbot im Haus.

Auch Landrat Michael Sack (CDU) mahnte während der Kreistagssitzung am Montag zur Vorsicht. Er halte es für besonders besorgniserregend, dass die nun jüngeren Patienten länger im Krankenhaus liegen würden. In allen Krankenhäusern seien Stand Montag 41 Patienten mit einer Coronainfektion stationär aufgenommen.

Lage im Kreis beruhigt sich deutlich

Mit Blick auf die Inzidenz-Werte der einzelnen Ämter gibt die Kreisverwaltung vorsichtige Entwarnung. Besonders im Nordes von Vorpommern-Greifswald waren die Werte in den letzten Tagen deutlich gefallen. Greifswald wies Stand Dienstag eine Inzidenz von 69 auf, Lumbin 68. Die Ämter Landhangen, Züssow, Am Peenestrom und Usedom-Nord lagen alle um eine Inzidenz von 30.

Trotzdem mahnte Sack zur Vorsicht. Mit dem besseren Wetter würden die Menschen wieder raus wollen und sich treffen. Es wäre jedoch tragisch, wenn das erreichte nun wieder egalisiert werde.

Von Philipp Schulz

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