Start day-news Corona-Impfstoff von Astrazeneca wohl verunreinigt! Forscher finden möglichen Grund für Nebenwirkungen

Corona-Impfstoff von Astrazeneca wohl verunreinigt! Forscher finden möglichen Grund für Nebenwirkungen



Ulmer Forscher haben im Astrazeneca-Impfstoff Protein-Verunreinigungen entdeckt. Dies könnte der Grund für einige Nebenwirkungen des Vakzins sein.

München – Der Impfstoff von Astrazeneca* genießt nicht den besten Ruf*. Obwohl sich sogar Kanzlerin Angela Merkel mit Astrazeneca gegen Corona* impfen ließ, haben viele Bürger Vorbehalte gegen das Präparat, vor allem im Zusammenhang mit auftretenden Hirnvenenthrombosen. Nun hat eine Forschergruppe von der Universität Ulm erstaunliche Entdeckungen in Astrazeneca-Impfdosen gemacht, wie Focus Online berichtet.

Astazeneca: Unerwünschte Proteine im Impfstoff – Wirkung beeinflusst?

Demnach enthielten die untersuchten Chargen Bestandteile, die überhaupt nicht Teil des Impfstoffs sein sollten: Größere Anteile menschlicher und viraler Proteine, die offenbar aus den Anzuchtkulturen für die Vektorviren stammen. Es wäre laut den Forschern denkbar, dass die Kontamination die Impfwirkung beeinflusse, sowie die Nebenwirkungen – beispielsweise die Sinusvenenthrombose – fördern.

Statt der erwartbaren 12,5 Mikrogramm Proteine enthielten die Proben bis zu 32 Mikrogramm. Weitere Analysen folgten, bei denen herauskam, dass das Vakzin mehr als 1.000 Proteine und Proteinfragmente enthielt, von denen ein Großteil gar nicht vorgesehen wäre. Ein Drittel davon waren viralen Ursprungs, zwei Drittel menschlichen Ursprung.

Auswirkungen für Impflinge von Astrazeneca: „Dürfte keine negativen Auswirkungen haben“

Was heißt das nun für die Impflinge?

„Die Mehrzahl der gefundenen Proteine dürfte keine negativen Auswirkungen auf Impflinge haben“, erklärt Forschungsleiter Stefan Kochanek dem Portal.

Doch er warnt auch: „Extrazelluläre Hitzeschockproteine sind jedoch bekannt dafür, dass sie angeborene und erworbene Immunantworten modulieren und bestehende Entzündungsreaktionen verstärken können. Sie wurden zudem auch schon mit Autoimmunreaktionen in Verbindung gebracht.“

Wirksamkeit der Impfung durch überschüssige Proteine vermindert? Forscher fordern Nachbesserung

Die Forscher erklärten weiter, dass die überschüssigen viralen Proteine die Wirksamkeit der Impfung mindern könnten. Zudem sollen die Proteine für die starken Nebenwirkungen* verantwortlich sein: „Wir halten es für wahrscheinlich, dass die hier dokumentierten Protein-Verunreinigungen an den starken klinische Reaktionen mit grippeähnlichen Symptomen beteiligt sind, die häufig ein bis zwei Tage nach der Impfung beobachtet werden.“

Die Forscher rufen die Hersteller dazu auf, die Kontamination aufzuklären und den Impfstoff nachzubessern. „Dadurch ließe sich neben der Sicherheit womöglich auch die Wirksamkeit des Vakzins erhöhen.“ Die Entfernung aller Proteinreste sei normalerweise ein wichtiger Qualitätsstandard. – *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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