Start day-news Bundestrainer zieht Bilanz: Frankreich 2016 für Löw "bitterste Niederlage"

Bundestrainer zieht Bilanz: Frankreich 2016 für Löw „bitterste Niederlage“


Stand: 30.06.2021 16:29 Uhr

In seiner letzten Pressekonferenz als Bundestrainer hat Joachim Löw seine DFB-Karriere revue passieren lassen. Zwei Niederlagen sind ihm aus ganz unterschiedlichen Gründen besonders in Erinnerung geblieben.

Sportschau

Vor 17 Jahren holte Jürgen Klinsmann ihn als Co-Trainer ins DFB-Team, 15 Jahre lang leitete er selbst die Geschicke als Bundestrainer: Am Dienstagabend endete mit der 0:2-Niederlage gegen England die Amtszeit von Joachim Löw. Am Tag danach hat er in einer Pressekonferenz ein letztes Mal Stellung bezogen.

Das Erlebnis im Wembley gehöre zu seinen unschönsten Momenten, sagte Löw. Nur ein Negativerlebnis in den 13 Jahren habe das getoppt. „Die bitterste Niederlage, die ich im Nachhinein erleben musste, war 2016 im Halbfinale gegen Frankreich. Weil wir bis dahin ein sehr, sehr gutes Turnier gespielt haben und eine Halbzeit gegen Frankreich in Marseille ein tolles Spiel gemacht haben, bis wir durch einen unglücklichen Elfmeter in Rückstand geraten sind“, sagte Löw. „Hätten wir Frankreich geschlagen, was möglich gewesen wäre, dann hätten wir, da bin ich mir sicher den EM-Titel geholt.“

Löw über 2012: „Hat uns richtig zusammengeschweißt“

Eine weitere Niederlage in einem Halbfinale einer Europameisterschaft war für den 61-Jährigen hingegen die hilfreichste in seiner Zeit als Bundestrainer. „Die Niederlage 2012 gegen Italien hat uns nachher das gegeben, was wir alle den größten Erfolg, den wir uns vorgestellt haben, erreicht haben“, sagte Löw, der zwei Jahre später mit Deutschland in Brasilien Weltmeister wurde. „Genau diese Niederlage hat uns nochmal so richtig zusammengeschweißt. Ich kann mich erinnern, wir haben uns eingeschworen auf das nächste Turnier, auf Rio, und wir haben alle aus diesen Fehlern gelernt, die wir da gemacht haben.“

Löw und der Stil: „Haben viele Menschen begeistert“

Dieser WM-Titel ist der Höhepunkt der Ära Löw. Für ihn bleibt aber mehr als der Gewinn dieser Trophäe. „Wenn ich an unsere Gespräche von 2008 erinnere, als wir überlegt haben, was es braucht, um dauerhaft in der Weltspitze zu sein – da stand über allem, dass wir uns fußballerisch enorm verbessern müssen, dass wir eine Kultur brauchen, Spielfreude, und nicht nur von den deutschen Tugenden leben“, sagte Löw.

Er sagte auch: „Und was wir dann über 2010, 2016, 2017 geschafft haben, diese Entwicklungsschritte, die wir gemacht haben – diese Mannschaft hat über viele Jahre in der absoluten Spitze agiert und wir waren eine Benchmark für viele. Wir haben mit unserem Stil, unserem Fußball viele Menschen begeistert und das ist für mich eine große Befriedigung.“

Quelle: sportschau.de

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