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Biontech baut Werk in Singapur


Hannover. Der Impfstoffhersteller Biontech aus Mainz will sein Produktionsnetz in Südostasien weiter ausbauen. Noch in diesem Jahr will das Biotechunternehmen einen regionalen Unternehmenssitz in Singapur eröffnen und ebenfalls dieses Jahr mit dem Bau der Produktionsanlage beginnen, „vorbehaltlich der Genehmigung durch die Planung“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Standort 2023 betriebsbereit ist und bis zu 80 Arbeitsplätze in Singapur schaffen wird.

So soll in Singapur eine vollständig integrierte Produktionsstätte für mRNA entstehen, die künftig Kapazitäten für die „wachsende Pipeline an Impfstoffkandidaten“ bieten soll. Auf der mRNA-Technologie basiert auch das Corona-Vakazin, das Biontech gemeinsam mit dem amerikanischen Konzern Pfizer entwickelt hat.

Südostasien soll schneller auf Pandemien reagieren können

„Mehrere Knoten in unserem Produktionsnetzwerk zu haben ist ein wichtiger strategischer Schritt beim Aufbau unserer globalen Präsenz und Fähigkeiten“, erklärt Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von Biontech. Dort sollen nicht nur mRNA-Impfstoffe gegen Corona, sondern auch etwa gegen andere Infektionskrankheiten hergestellt werden. Das Werk werde „mehrere Hundert Millionen Dosen im Jahr“ produzieren können, abhängig vom jeweiligen Impfstoff oder Produktkandidaten.

Biontech macht 1,1 Milliarden Euro Gewinn

Auch in Europa laufen die Geschäfte für Biontech gut. EU‑Kommissions­chefin Ursula von der Leyen teilte am Samstag auf Twitter mit, dass der EU‑Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer unter Dach und Fach ist. Die Menge soll bis 2023 geliefert werden. 900 Millionen Dosen sollen fest bestellt werden, weitere 900 Millionen Dosen sind eine Option.

Das Mainzer Biotechnologieunternehmen erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (366,9 Mio.) bedeutet dies eine Verdreifachung. Im ersten Quartal 2020 musste Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen – Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten.

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