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„Wir wollen keine neue soziale Spaltung“


Berlin. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock die Klimaziele ihrer Partei verteidigt und ihren Führungsanspruch klar betont. „Noch vor zwei Jahren hätte niemand gedacht, dass die Grünen eine Regierung auch anführen können“, sagte Baerbock am Montagabend in der ZDF-Sendung „Was nun,…?“, in der die Klimapolitik besonders im Vordergrund stand.

Es sei „richtig gut“, dass der Kampf gegen den Klimawandel an Fahrt aufgenommen habe, sagte Baerbock. Klimaziele dürften aber nicht nur „heiße Luft“ sein. Ihre Partei setze sich nicht nur für ein Tempo-130-Limit auf deutschen Straßen ein, sondern auch für einen deutlichen Ausbau der Elektromobilität.

Hier brauche es Technologieoffenheit, weil bislang noch nicht alle Technologien verfügbar seien, um das Ziel der maximalen Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius zu erreichen, erklärte die Grünen-Chefin. Für Pkw gebe es aber bereits Alternativen, deshalb plädiere ihre Partei auch für ein Ende des fossilen Verbrennungsmotors ab 2030.

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Ex-Grünen-Chef Trittin lobt Baerbock – Kritik an „Macho-Drama“ der Union

Die Grünen haben ihre Kanzlerkandidatin ernannt: Annalena Baerbock. Im Video-Interview spricht Jürgen Trittin über die Entscheidung – und kritisiert die Union.  © RND

Arbeitsplätze sichern

„Die Zeit läuft uns definitiv davon“, sagte Baerbock. Gleichzeitig sei es wichtig, Unternehmen Planungssicherheit zu geben und Arbeitsplätze zu sichern. Das gelte auch für Regionen im Osten, wie etwa in der Lausitz.

Den Kohleausstieg von 2038 auf das Jahr 2030 vorzuziehen, wird nach ihrer Einschätzung Beschäftigte nicht überfordern, da sich Unternehmen dem Wandel anpassen würden. Gleichwohl räumte Baerbock ein, dass der Kohleausstieg in den neuen Bundesländern noch einmal „eine Schippe härter“ sei als in anderen Regionen.

„Wir wollen keine neue soziale Spaltung“, antwortete die Grünen-Chefin auf die Frage, ob auf den Corona-Lockdown der Klima-Lockdown folgen werde. Ihre Partei stehe nicht für Verbote. Jeder solle auch in Zukunft noch Urlaub machen können, wo er wolle. Klar sei aber, dass sich Strukturen ändern müssten, das gelte auch für den internationalen Flugverkehr, der insgesamt reduziert werden müsse.

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