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Winterzeit 2021: Wann ist Zeitumstellung?



Uhren sind sein Hobby: Für Uhrmacher Peter Albrecht aus Hannover ist die Zeitumstellung jedes Jahr viel Arbeit. (Archivbild)

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Zweimal im Jahr ist Zeitumstellung. Im Oktober ist es so weit, dann wird zum Ende Herbstzeit die Winterzeit 2021 eingeleutet. Wird der Zeiger vor oder zurück gedreht?

Hannover – Nur noch wenige Wochen, dann werden in die Deutschland wieder die Uhren umgestellt. Denn dann erfolgt die Zeitumstellung 2021 auf die Winterzeit. Doch viele fragen sich Jahr für Jahr immer wieder: Wird die Uhr nun vor- oder zurückgestellt? Die gute Nachricht gleich vorweg: Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt. Wir dürfen uns alle also auf eine Stunde länger Schlafen freuen.

Doch wann ist es endlich so weit? Am frühen Sonntagmorgen des 31. Oktober 2021! Dann werden die Uhren in ganz Deutschland um 3:00 Uhr um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr gestellt. Der 31. Oktober 2021 hat also nicht wie gewohnt 24 Stunden, sondern ganze 25 Stunden. Die Zeit bleibt dann bis Ende März 2022 bestehen. Dann wird erneut an der Uhr gedreht, dann aber um eine Stunde nach vorne.

Zeitumstellung 2021: Vor oder zurück? Merksätze zur Zeitumstellung

  • „Immer zum Sommer hin.“ Also im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.
  • „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer“ – im Frühjahr plus und im Winter Minus.
  • „Früher aufstehen im Frühjahr“, denn die Uhr wird vorgestellt und die Schlafzeit verringert sich um eine Stunde.
  • „Bei der Zeitumstellung ist es wie mit den Gartenmöbeln.“ Im Frühjahr kommen sie VOR die Tür, im Herbst ZURÜCK in den Schuppen.
  • „Im Winter gibt es Winterschlaf.“ Eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgestellt.
  • „Spring forward, fall back.“ Im Frühling (spring) den Zeiger eine Stunde vordrehen, im Herbst (fall) eine Stunde zurück.

Eigentlich sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden, so zumindest beschloss es das Europäische Parlament bereits im Jahr 2019. Doch getan hat sich bisher sehr wenig. Und es bleibt auch weiterhin fraglich, ob es ein schnelles Ende der halbjährlichen Zeitumstellung auf europäischer Ebene geben wird. Unter den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist derzeit nicht wirklich eine Lösung in Sicht.

Doch diese Lösung muss her, um überhaupt weiter über die Abschaffung der Zeitumstellung zu diskutierten. Denn es soll unbedingt vermieden werden, dass es einen Flickenteppich verschiedener Zeitzonen unter Nachbarstaaten gibt. Man stelle sich nur einmal vor, in Hannover ist es 14:00 Uhr, während es in Wien schon 15:00 Uhr ist oder umgedreht. Die Folge wäre ein heilloses Durcheinander an allen Ecken und Enden im täglichen Leben. Die Folgen wären absolut nicht abschätzbar.

Eingeführt wurde die Zeitumstellung im Jahr 1980 und ist eine Nachwirkung der Ölkrise von 1973. Andere Länder als Deutschland führten in Europa die Zeitumstellung schon früher ein, nämlich 1977. Deutschland zog dann zu Beginn der 1980er-Jahre nach, um sich entsprechend anzugleichen.

Winterzeit 2021: Laut einer Umfrage leiden besonders Familien unter der Zeitumstellung

Damals war das Ziel, die Tageshelligkeit besser ausnutzen zu können. Bei einer dauerhaften Sommerzeit würde es im Westen des Kontinents im Winter sehr spät hell werden. Bei einer ständigen Winterzeit würde die Sonne im Sommer im Osten sehr früh aufgehen. Auch erhoffte man sich, dass die Bürger weniger heizen würden, was Öl einsparen sollte.

Nach einer Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) leiden vor allem Familien darunter, wenn die Uhren Ende Oktober wieder umgestellt werden. Kinder müssten sich an neue Schlafenszeiten gewöhnen. Bei einer Forsa-Umfrage gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, ihr Nachwuchs habe dadurch Einschlafprobleme und sei gereizter oder müder als gewöhnlich. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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