Start day-news Winter-Wetter 2021: Polarwirbel bringt Arktis-Kälte – und auch Schnee?

Winter-Wetter 2021: Polarwirbel bringt Arktis-Kälte – und auch Schnee?


  • Lisa Klein

    VonLisa Klein

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Der Polarwirbel bestimmt, wie der Winter in Deutschland wird. Ab Herbst nimmt dieser bereits Fahrt auf. Ist es schon absehbar, wie viel Schnee es geben wird?

Update vom 1. Oktober: Der Polarwirbel hat Einfluss darauf, wie viel Schnee es im Winter in Deutschland gibt. Er bildet sich zum Herbstbeginn über dem Nordpol und ist verantwortlich dafür, wie kalt es in Europa wird. Spaltet sich der Wirbel, kann der sogenannte Polarwirbelsplit für arktische Kälte in Deutschland sorgen, da die kalte Luft aus dem Wirbel ausbricht. Kommt dann noch viel Niederschlag dazu, wird es jede Menge Schnee geben. Wie sehen die Experten-Prognosen für den Winter 2021/2022 in Deutschland aus?

Der Polarwirbel könnte in diesem Jahr zu einem starken Kaltlufteinbruch führen, erklärt die Meteorologin Veronika Krieger bei The Weather Channel: „Der Polarwirbel soll vor allen Dingen zu Beginn des Winters noch schwach ausgeprägt sein und dadurch alleine steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Split. Zudem begünstigt eine Fernverbindung zwischen Äquator und Pol diesen Split.“

Wetter im Winter 2021: Arktische Kälte in Deutschland? Die Schnee-Prognose

Hat der Polarwirbel sich erst mal gespalten, strömt eisige Luft nach Deutschland. Doch wie sieht es beim Thema Niederschlag aus? Wirklich aussagekräftig, sicher und konstant sind Niederschlags-Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Eine klare Tendenz für den Winter 2021/2022 ist bislang nicht ersichtlich und das europäische sowie amerikanische Wettermodell sind sich teilweise uneinig.

Was wir allerdings wissen: Die Arktis erwärmt sich im Zuge des Klimawandels* viel schneller als der Rest der Welt. Die Temperaturunterschiede sind deswegen nicht mehr so groß – der Polarwirbel wird dadurch instabiler und geschwächt, wie wetter.de berichtet. Dadurch nimmt die Wahrscheinlichkeit für Extrem-Wetter zu. Das können heftige Niederschläge oder Winterstürme sein, die laut wetter.de „in hohen Lagen dann Rekordschnee bringen“ können.

Am besten ist es allerdings, einfach mal abzuwarten, statt sich mit wilden Spekulationen auseinanderzusetzen. Denn die Langzeitprognosen sind zu unsicher und ändern sich regelmäßig. Verlässlicher sind hingegen kurzzeitige Prognosen, wie etwa ein 14-Tage-Trend. Selbst die Vorhersagen für den Oktober 2021* sind nicht in Stein gemeißelt. Bis der Winter in Deutschland anfängt, dauert es noch ein Weilchen und die Hoffnung auf weiße Weihnachten sollte keinesfalls zu früh aufgegeben werden.

Schnee-Prognose für den Winter 2021: Polarwirbel nimmt an Fahrt auf

Erstmeldung vom 31. August: Bei einem Blick aus dem Fenster ist es momentan kaum zu glauben, dass wettertechnisch in diesem Jahr noch mal Besserung in Sicht ist. Doch tatsächlich soll es laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Deutschland einen sonnigen und überwiegend trockenen Spätsommer* geben. Während das ungemütliche Herbstwetter noch mal verscheucht wird, werden aktuell über dem Nordpol bereits die Weichen für den Winter 2021/2022 gestellt. Der Polarwirbel nimmt jetzt schon an Fahrt auf. echo24.de* erklärt, was das für diesen Winter bedeutet.

Winter 2021: Polarwirbel nimmt Fahrt auf – was das für das Wetter in Deutschland bedeutet

Wie frostig oder mild ein Winter wird, hängt von dem Polarwirbel ab. Doch was ist eigentlich ein Polarwirbel? Der Polarwirbel bildet sich zum Herbstbeginn – also genau jetzt zu dieser Zeit, wenn die Tage bei uns kürzer werden und die Sonne den Nordpol kaum noch erreicht. Auf der Erde gibt es zwei Polarwirbel: einen über der Arktis und einen über der Antarktis. Polarwirbel sind riesige Höhentiefs mit einem Durchmesser von rund 1.000 Kilometern. Die Temperaturen des Wirbels betragen hoch oben teilweise bis zu minus 80 Grad.

Relevant für den Verlauf des Winters in Deutschland ist der Polarwirbel über dem Nordpol. Die Wirbel sind jedes Jahr unterschiedlich stark ausgeprägt. Ist der Polarwirbel instabil, kann es zu einem Polarwirbelsplit kommen, der dann in Deutschland für arktische Kälte sorgt. Kommt dann noch viel Niederschlag dazu, gibt es jede Menge Schnee – so wie im vergangenen Jahr im Schwarzwald. Im Winter 2020/2021* ist der Polarwirbel bereits im November zerbrochen und hat sich geteilt.

Doch zurück zum Winter 2021/2022: Wie stark sich der Polarwirbel in diesem Jahr entwickelt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Auch nicht, ob es zu einem Polarwirbelsplit kommen wird. Dieser ist übrigens gar nicht so selten – wie der Wetter-Experte Paul Heger auf dem Wetterportal wetter.com im vergangenen Jahr erklärte, kommen Polarwirbelsplits „im Schnitt etwa alle zwei Jahre“ vor. „Aber mit großer, kaum abschätzbarer Variabilität. In den 1990ern gab es nur zwei Polarwirbelsplits. In den 2000ern ganze neun“, erklärt der Meteorologe. Wie bw24.de berichtet, soll der Wintereinbruch dennoch früher als erwartet stattfinden*.

Polarwirbel 2021/2021: Wie wird das Wetter diesen Winter in Deutschland?

Eine erste Prognose für den Winter 2021/22* gibt es bereits von dem amerikanischen Wettermodell NOAA – und die ist für alle Winter- und Schnee-Fans auf den ersten Blick nicht sonderlich vielversprechend. Denn nach dem NOAA-Modell soll der Winter in Deutschland durchschnittlich warm ausfallen. Aber: Laut dem wetter.net-Meteorologen Dominik Jung lagen die Winterprognosen der Langfristmodelle in den letzten Jahren deutlich über dem Klimamittel – heißt, sie waren zu warm.

Zum ersten Mal seit Langem prognostizieren die Experten einen durchschnittlich warmen Winter – den viele Deutsche als zu kalt empfinden könnten. „Ein normaler Durchschnittswinter wäre wahrscheinlich für die meisten von uns ein zu kühler Winter“, erklärt Dominik Jung in seiner Analyse der NOAA-Winterprognose. Einen Dämpfer versetzt hingegen die Prognose der NASA – laut der soll dieser Winter, wie in den vergangenen Jahren, ebenfalls zu warm ausfallen.

Wirklich eindeutig und sicher sind die Prognosen bislang noch nicht. Eine klare Tendenz für den Winter 2021/2022 hat sich noch nicht herauskristallisiert und die Wettermodelle sind sich teilweise uneinig. Verlässlichere Prognosen dürfe es geben, sobald sich der Polarwirbel über dem Nordpol fertig gebildet hat. *echo24.de und bw24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

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