Start day-news Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen seit 1949: Ein Überblick

Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen seit 1949: Ein Überblick


SPD oder CDU? Olaf Scholz oder Armin Laschet? Ampel oder Jamaika? 76,6 Prozent (vorläufiges Ergebnis) der wahlberechtigen Bürginnen und Bürger haben dafür gesorgt, dass sich diese Fragen nun stellen. Ihre Stimmen haben die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag erheblich verändert und der Union ein historisch schlechtes und den Grünen ein historisch gutes Ergebnis gebracht und der SPD den Wahlsieg beschert.

Doch wie schneidet die Bundestagswahl 2021 in Sachen Wahlbeteiligung im historischen Vergleich ab?

Wahlbeteiligung seit 1949

  • 1949: 78,5 Prozent
  • 1953: 86 Prozent
  • 1957: 87,8 Prozent
  • 1961: 87,7 Prozent
  • 1965: 86,8 Prozent
  • 1969: 86,7 Prozent
  • 1972: 91,1 Prozent (18-Jährige durften erstmals wählen)
  • 1976: 90,7 Prozent
  • 1980: 88,6 Prozent
  • 1983: 89,1 Prozent
  • 1987: 84,3 Prozent
  • 1990: 77,8 Prozent (Erste Wahl nach Wiedervereinigung)
  • 1994: 79 Prozent
  • 1998: 82,2 Prozent
  • 2002: 79,1 Prozent
  • 2005: 77,7 Prozent
  • 2009: 70,8 Prozent
  • 2013: 71,5 Prozent
  • 2017: 76,2 Prozent
  • 2021: 76,6 Prozent (vorläufiges Ergebnis)

Quelle: Bundeswahlleiter

Die höchste Wahlbeteiligung seit 1949 erreichte Deutschland im Jahr 1972 mit 91,1 Prozent. Das war auch das Jahr, in dem zum ersten Mal 18-Jährige abstimmen durften. Zuvor hatte das aktive Mindestwahlalter bei 21 Jahren gelegen. Mit der ersten gesamtdeutschen Wahl 1990 ging die Quote deutlich zurück. Nur 1998 beteiligten sich noch einmal mehr als 80 Prozent am Wahlprozess.

Bei der Wahl 2009 gaben historisch wenig Wahlberechtigte ihre Erst- und Zweitstimme ab. Seitdem steigt das Wahlinteresse jedoch stetig. 2017 verzeichnete Deutschland den höchsten Anstieg der Wahlbeteiligung seit 1953. Bei der Bundestagswahl 2021 waren rund 60,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger zur Wahl aufgerufen.

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