Start day-news von Van Morrison, Pink Floyd und Birdy bis zu Rag’n’Bone Man

von Van Morrison, Pink Floyd und Birdy bis zu Rag’n’Bone Man


Es gibt nicht nur weise alte Männer im Pop: Das beweist der Ire Van Morrison, der sich auf seinem neuen Doppelalbum zu seltsamen Mutmaßungen über die Rolle der Medien in der Gesellschaft versteigt. Dafür sind diesmal einige starke Alben starker Frauen zu vermelden: Birdy, Ashley Monroe, Marianne Faithfull, Klee und Claudia Koreck bitten in unserer neuesten Albumrubrik um Gehör.

Van Morrison: Traute Musik, (zum Teil) seltsame Texte

Das ist mal eine Packung: Van „The Man“ Morrison veröffentlicht ein Doppelalbum, das der Ire mit der volltönenden Soulstimme schlicht „Latest Record Project“ betitelt. Darauf schiebt er ein „Volume 1“ nach, was darauf schließen lässt, dass er noch eine Fortsetzung im Ärmel hat. In der Pandemie schreiben Songwriter eben Songs zuhauf, gibt ja wenig anderes zu tun. 28 Stücke sind auf den beiden Tonträgern enthalten. Schon der der Titelsong hat eine Melodie, die einem durch den Tag folgt. „Where Have All The Rebels Gone“ fragt der 75-Jährige als Nächstes – wieder so eine Klette von Melodie. Blues sowie Rhythm und Blues sind im Angebot, Sam Cooke lässt grüßen, mit Doo-doo-Chören, Saxofonen, die über den Melodien sinnieren und perlender Gitarre. Und die Hammond schmurgelt diese Songs auf mittlerer Hitze.

Dass es in sein Herz regnet wegen all der schlimmen Sachen, die ihm die Liebste antat, singt Morrison. Dass keine gute Tat ungestraft bleibt, davon erzählt er ebenso wie davon, dass die Liebe mit einer Warnung kommen sollte und er stets versucht habe, das Richtige zu tun. Bluesthemen eben. Zum klassischen Bo-Diddley-Beat fordert er „Stop Bitching, Do Something“ – nicht rumätzen, handeln! Und da geben wir ihm prinzipiell recht, zucken aber auch zusammen, denn mit dem in diesem Liederbuch nicht erhaltenen, musikalisch auch sehr hübsch geratenen Corona-Song „No More Lockdown“ hatte Morrison Ende des Vorjahres eine Ergebenheitsadresse an die obskure Querdenkerszene eingesungen, die – wo weltweite Solidarität gefordert wäre – „etwas tun“ damit verwechselt, massenhaft Mitmenschen mit verantwortungslosen Zusammenkünften in Gefahr zu bringen.

Und während der vorletzte Song mit seiner Frage „Why Are You On Facebook?“ einen Hinweis auf des Sängers Alter gibt (was die alterslose Stimme nirgends preisgibt), kommt Morrison auf dem mit einem prächtigen Sax-Solo bestückten Blues „They Own The Media“ mit einem Verbalschlag gegen geheime Kräfte, die angeblich die Medien besitzen und kontrollieren und auch „alles kontrollieren, was du tust“. Klar, Medienkritik ist zuweilen nötig, aber das hier klingt nach Ahnen, Raunen, Bezichtigen, Nichtwissen – nach Leuteverunsichern. Wir hoffen, Morisson meint das irgendwie satirisch, befürchten aber das Schlimmste.

Van Morrison, „Latest Record Project, Volume 1“ (Exile/BMG)

Claudia Koreck covert Udo Jürgens und Rammstein

Viele Coveralben haben die beiden Pandemiejahre bislang hervorgebracht. Als „Perlentaucherin“ betätigt sich jetzt auch Claudia Koreck. Auf die im Januar der „Bergdoktor“-Folge „Aus Mut gemacht“ beigesellte Slowmotion-Bearbeitung von Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ folgt jetzt eine ganze Platte mit sparsam instrumentierten Langsamkeiten. Piano, Gitarre, Stimme. Kaum mehr. Gute Stimme.

Die Wahl der Perlen ist nicht genregebunden – Koreck findet sie bei Gitte („Ich will alles“) und Westernhagen („Wieder hier“), bei Udo Jürgens („Immer wieder geht die Sonne auf“) und den Sportfreunden Stiller („Ein Kompliment“). Schwarzer Wald, schweigende Vögel – Höhepunkt ist die filigrane Version von Rammsteins „Ohne Dich“. Und auch Grönemeyers „Mensch“ kommt gut im akustischen Kleidchen. Mindestens eine Wahl hätte man indes nicht getroffen: „Schrei nach Liebe“ geht nur schnell, ist einfach nicht der Stoff fürs Zarte – zumal Koreck die Nazi-Anrede „Arschloch!“ der Ärzte nur haucht.

Claudia Koreck, „Perlentaucherin“ (Electrola/Universal)

Birdy: Auf gebrochenes Herz folgt großes Album

Jasmine Lucilla Elizabeth Jennifer van den Bogaerde, unter Musikfreunden besser bekannt als Birdy, hat sich seit ihrer Coverversion von Bon Ivers „Skinny Love“ vor zehn Jahren zu einer von Englands ausdrucksvollsten Songwriterinnen entwickelt. Mit „Young Heart“ legt sie ihr viertes und mit Abstand ausgereiftestes Studiowerk vor. Das Cover erinnert an „Tapestry“, das Jahrhundertalbum ihrer großen New Yorker Kollegin Carole King von 1971. Aber Birdy hält sich einen bunten Umhang vors Gesicht, und lächelt dahinter schalkhaft, so als wäre dieser Verweis verfrüht oder gar irreführend.

Ist er nicht. Auf „Young Heart“ verarbeitet die 24-Jährige ihre erste große gescheiterte Liebe. Sie zog dazu in den Laurel Canyon, ins Joni-Mitchell-Land, und danach nach Nashville, und schuf ein Songwriteralbum, dessen Reife und Offenheit ihresgleichen suchen. Im Opener „Voyager“ erkennt Birdy mit Blick auf die Satelliten am Himmel, dass die gemeinsamen Tage mit dem einst Liebsten gezählt sind. Zum Herbstpiano von „Nobody Knows Me Like You Do“ singt sie, wie die neue Lebensleere spürbar wird, und dass ein Teil von ihr selbst verloren gegangen ist. Natürlich geht am Ende auch der „New Moon“ auf, zu einem zärtlichen Gitarrengespinst ist der neuerliche Blick zum Himmel zugleich einer nach vorn.

Das zauberhafte „Surrender“ hat nicht nur einen magischen Refrain, es würde sich mit seinen Zeilen – „If I could reach the Northern Lights / maybe then I’d understand it all“ – trefflich als Abspannmusik für HBOs „His Dark Materials“-Verfilmungen der Fantasyromane ihres Landsmanns Philip Pullman eignen. Ein Album aus Klavier (meistens) und Gitarre, und zuweilen einem zarten Schleier von Streichern (etwa in „Deepest Lonely“) – dazu die silbrige, sehnsuchtsvolle Stimme Birdys und eine zauberische Melodie nach der anderen. Wieder einmal gilt die Regel: Aus gebrochenen Herzen kommen große Alben.

Birdy, „Young Heart“ (Atlantic)

Marianne Faithfull – Poesie zu Klanglandschaften

Von einem „Herz, dessen Liebe unschuldig ist“ und einer Frau, die „in Schönheit einhergeht“, berichtete 1814 der Dichter Lord Byron. Gemeint war mit dem Poem „She Walks in Beauty“ die wunderschöne Ehefrau seines Cousins, deren Anblick den Romantiker bei einer Abendgesellschaft im Innersten berührte. Marianne Faithfull rezitiert die Zeilen des Gedichts mit brüchiger Altersstimme zum Synthesizer von Warren Ellis und zum Piano von Nick Cave, der Ellis‘ Chef bei den Bad Seeds ist. Die 74-Jährige beschwört eigene Vergangenheit herauf – als sie in den Sechzigerjahren in Englands Musikszene auftauchte, betörte ihre Schönheit eine ganze Generation.

Die Bilder in dem Büchlein sind düster, die Klänge, an denen auch Musiktüftler Brian Eno und der Cellist Vincent Segal beteiligt sind, erschaffen ein Herbstgefühl. Die elf Stücke sind auch keine Songs, sondern Gedichtvorträge, denen unter Federführung von Projektpartner Ellis stimmige Klanglandschaften unterlegt werden. Es war ein lang gehegter Traum Faithfulls – diese schwebende Vertonung der englischen Romantik zugerechneter Poeme von Percy Bysshe Shelley („Ozymandias“), William Wordsworth („Surprised by Joy“) oder dem überragenden John Keats (wer dessen unheimliche „La Belle Dame sans Merci“ als richtigen Song möchte, der greife zu Loreena McKennitts Version). In den Ästhetizismus ragt Faithfull mit Alfred Tennysons Hauptwerk, dem tragischen Gedicht „The Lady of Shalott“, und auch der zwischen den Dichtergenerationen steckende, als Humorist bekannte Thomas Hood erzählt in „The Bridge of Sighs“ vom Selbstmord einer Frau, die von der Waterloo Bridge sprang.

Dass Faithfull zwischenzeitlich selbst mit einer Covid-19-Infektion an der Schwelle zum Tod stand, verleiht dem Album zusätzliche Gravitas. Faithfull, in deren Leben es wirklich harte Zeiten gab, gräbt ihre ledrige Stimme in die Tiefe der Zeilen und lässt einen wiederholt erschauern, am meisten über ihre nach Abschied klingenden Worte einer vollkommenen Stille: „And no birds sing.“ Gänsehaut!

Marianne Faithfull with Warren Ellis, „She Walks in Beauty“ (Panta Rei/BMG)

Klee musizieren im Herz des Augenblicks

„Nichts gesucht und alles gefunden“, das singt Suzie Kerstgens, Mikrofonistin des Duos Klee. Und ein bisschen geht das dem Hörer auch so mit „Trotzalledem“, dem ersten Album der Formation seit der Coverversionenversammlung „Hello Again“ von 2015. Elektropop von bezwingend schlagerhafter Melodiebesoffenheit wird hier in 13 Liedern ausgeworfen, womit der schalkhafte Schlager der NDW-Endphase gemeint ist, nicht das klanguniforme Banalissimum unserer Gegenwart. Mit Zeilen wie „Alle sind so fleißig, alle sind so dreißig – ich nicht“ erteilt Kerstgens auf „Danke Nein“ der Verbürgerlichung der Jugend eine augenzwinkernde Absage. Nicht zwangsläufig, Baby! Zitronen des Lebens – ab in den Gin Tonic. Befrei dich!

Der bombastische Opener „Club der Liebenden“ fordert auf: „Lass uns mit Liebe die Welt heller machen“. „Für dich sollen alle Sterne schein‘ / und deinen Namen in den Himmel schreiben“, heißt es im Refrain von „Weil du ein Wunder bist“, und trotz der drei Pfund Pathos auf den Hüften dieses Songs denkt man nicht sofort an Münchener Freiheit oder Adel Tawil, sondern eher an OMD, die ganz frühen Depeche Mode und an Tears for Fears, deren „Shout“ auf dem Album direkt zitiert wird. „Es gibt nichts Größeres, als lebendig zu sein“, heißt es im Song „Kopfüber“. Und dieses Gefühl, im Herz des Augenblicks zu sein, die Schönheit des Seins erst recht feiern zu müssen, das vermitteln Kerstgens und ihr Kompagnon Sten Servaes selbst in Balladen wie „Zwischen Hoffen und Resignieren“ und „Septembernebel“. Sie streuen uns Glitzer in die späte Phase der Isolation und das können wir, solange wir noch alleine tanzen müssen, gut brauchen. „Trotzalledem“ ist fetter Glücksklee!

Klee, „Trotzalledem“ (Premium Records)

La Brass Banda und die betörende Langsamkeit

Drei Trompeten, Posaune, die mächtige Tuba von Stefan Huber, Bass und Schlagzeug – die bairischen La Brass Banda stehen nun schon längere Jahre für eine andere Blasmusik. Das Septett bratzt auf der Party aus den Boxen, wenn auch Goran Bregovic dran ist, wenn man Ciocarlia und die Balkan Beat Box auflegt. Dass einen die für mitreißende Konzerte bekannten Mannen um Trompeter und Sänger Stefan Dettl auch mit stark gedrosseltem Tempo gewinnen können, zeigen sie mit ihren neuen (Instrumental-)Stücken, die etwa „Breathe“, „Joy“, „Nature“ und „Together“ heißen.

Das zugehörige Album heißt „Yoga Symphony No. 1“. Die Kuh auf dem Cover erinnert an „Kiah Royal“, das tatsächlich in einem Kuhstall aufgenommene Brass-Banda-Album von 2014. Und die Stücke schweben, trotten, taumeln und grooven („Party“) – getragene, meditative Musiken allesamt, die oft repetitiv sind und darin an Minimal Music erinnern. 60 Minuten dauert die feierliche, instrumentale Ruheblase, in der bis zum Ende zu verweilen man sich anfangs gar nicht vorstellen konnte, und die man nach dem Kehraus mit dem majestätischen „Relax“ und der jazzigen Sechsminutenbrise „Sea“ sogleich auf „Repeat“ stellt, um neuerlich einzutauchen. Auch Hörer, deren Freizeit nicht von Yoga gestreift wird, werden königlich klanggeflutet. Langsam ist Brass Bandas neues schön. Man hat ja auch Jodeln immer für einen Geschwindigkeitswettbewerb des Hollereidulljöh gehalten, bis einen Hubert von Goisern gezeigt hat, wie gänsehauterregend wonnig es sein kann.

La Brass Banda, „Yoga Symphony No. 1“ (L.O.V.E.)

Ashley Monroe verlässt die Grenzen von Country

Ashley Monroe spielt nunmehr seit 15 Jahren eine Rolle in den US-Country-Charts, schrieb aber auch Lieder für Stars wie Vince Gill und Bonnie Tyler, und legt mit „Rosegold“ ihr fünftes Studioalbum vor. Die 34-Jährige aus Tennessee (auch bekannt als Mitglied des Countrytrios Pistol Annies mit Miranda Lambert und Angalena Presley) verlässt darauf die vertrauten Soundgefilde. Schon der hypnotische Auftakt „Siren“ wartet mit Synthesizerflächen und Beats auf. Die traumartige Atmosphäre der schlierigen, taumelnden Songs erscheint wagemutig.

Der Kontrast aus honigsüßer, hoher Stimme und den elektronischen Elementen funktioniert jedoch perfekt – kein Countryplastik wird erzeugt. Auf dem in einem Zeitraum von zwei Jahren entstandenen Nachfolger des deutlich traditionelleren Countryalbums „Sparrow“ von 2018 erzählt Monroe zu bezwingenden Melodien („Silk“, „Drive“, das psychedelisch anmutende „Flying“) von Liebe, Sinnlichkeit und Selbstbewusstsein. „Rosegold“ ist ein Kompendium des Positiven und des Trostes, geschrieben mit zahlreichen Helfern, entstanden aus der überwältigenden Freude über die Geburt ihres Sohnes vor drei Jahren. „Ich wollte all das Licht und die Liebe in meinem Leben umarmen und Wege finden, es mit den Menschen zu teilen“, schreibt sie in den Liner Notes. Das ist ihr geglückt.

Ashley Monroe, „Rosegold“ (Mountainrose Sparrow)

Rag’n’Bone Man: Das Ungeschliffene steht ihm gut

Manchmal bricht selbst im Radiopop etwas Ungewöhnliches durch die Popformel – jüngst etwa der Britfolkie Nathan Evans mit dem Walfängerlied vom „Wellerman“. Das sticht wie ein Sonnenstrahl durch einen Himmel grauer Wolken. Als der nicht nur stimmlich voluminöse Rory Graham alias Rag’n’Bone Man mit „Human“ elf Wochen lang in Deutschland ganz oben war (1,3 Milliarden Aufrufe bei Youtube), war die Freude ähnlich groß. Mit „Life by Misadventure“ legt der 36-Jährige nun sein zweites Album vor. Der Brite hat zwischenzeitlich geheiratet, ist Vater geworden, wurde geschieden. Viel passiert, alles wird auch aufgearbeitet – musikalisch ist alles ein wenig ungeschliffener als zuletzt. Retro ist erneut Grahams Ding: Blues, Funk, gospelige Frauenchöre, Spuren von Country. Eine Gitarrenplatte. Vieles klingt im Aufbau relativ ähnlich.

Höhepunkte sind das Einsamkeitdramolett „Alone“ über eine Freundin, die von ihrer Familie im Stich gelassen wurde (mit einer Walze von Refrain) oder „Changing of The Guard“, ein vorwärts treibender Song mit Akustikgitarren und Synthies, der von der Vaterschaft erzählt und den Veränderungen, die aus der neuen Verantwortung rühren. Und schließlich ist da das unruhig flirrende „Party’s Over“, das von einer zerstörerischen Beziehung kündet und zu Selbstermächtigung rät. Aufgenommen wurden die Songs in Nashville. Rag’n’Bone Man ließ sie gut abhängen, es wurde nicht wie früher sofort aufgenommen, aber immer live – der Entstehungsprozess dauerte mehr als ein Jahr. Das Album ist stimmig, nicht einmal das Balladenduett „Anywhere Away from Here“ mit Pink ist auf Chartsappeal produziert. Ein Überhit à la „Human“ fehlt – so what?

Rag’n‘Bone Man, „Life by Misadventure“ (Sony)

Als Candy Dulfer für Pink Floyd Saxofon spielte

Als sie am 30. Juni 1990 in Knebworth auftraten, waren Pink Floyd – David Gilmour, Richard Wright und Nick Mason – schon einige Jahre ohne „Wall“-Mastermind Roger Waters unterwegs und für viele Fans waren sie damit nicht mehr vollständig, nicht mehr die echten. Ihr erstes Album ohne ihn, „A Momentary Lapse of Reason“, war 1987 eher Legenden-Zementierung gewesen, ihr bis heute letztes, um einiges bessere Studioalbum „The Division Bell“ lag noch vier Jahre in der Zukunft. Der Rockmusik hatten Pink Floyd nichts Innovatives mehr zu geben, aber viel gegeben. Vom Festivalauftritt versprach man sich als Fan eigentlich kaum mehr als das Live-Museum. Perfektes business as usual von einer Band, die sich zerstritten hatte und bei der der von Frank Zappa geborgte Verdacht nahelag: „We’re only in it for the money!“

Und dann ließen sie doch noch einmal den alten Zauber wirken, legten los mit dem quecksilbrigen Sickern von „Shine on You Crazy Diamond“ und brachten die 120.000 Fans am Konzertort zum Schweben (mit der großartigen Candy Dulfer, die ein leidenschaftliches Saxofon spielte). Damals sang Clare Torry – erstmals seit 1973 wieder – die von Worten befreite Euphorie von „The Great Gig in The Sky“. „Money“, sarkastischer Abgesang auf den Kapitalismus, dauerte stolze zehn Minuten (noch mal mit Dulfer!), und mit Gilmours traumartigen Gitarrensolo von „Comfortably Numb“ und dem rockigen „Run Like Hell“ schlossen sie mit denjenigen beiden der Tracks von „The Wall“, die der absente Waters nicht im Alleingang komponiert hatte.

Pink Floyd, „Live at Knebworth 1990“ (Legacy)

Must Read

Jannik Schümann zum Umgang mit queeren Schauspielern: „Das Schubladendenken muss aufhören“

Hannover/Berlin. Der schwule Schauspieler Jannik Schümann hält nicht viel von den neuen Diversity-Leitlinien der Amazon Studios. Diese besagen, dass...

Kerk als einziger Lichtblick: Das Offensivproblem von Hannover 96 

Eine regelrechte 96-Tauschbörse gab’s bei der 1:3-Niederlage in Regensburg. Insgesamt wechselte Trainer Jan Zimmermann elfmal:...

Babys der Woche vom 18. bis 24. Oktober

Familienglück in Stralsund: Im Helios Hanseklinikum haben in der vergangenen Woche (18. bis 24. Oktober) insgesamt 19 Babys das Licht der Welt erblickt. An dieser Stelle...

Diese Kindergärten machen bereits mit

Ob Kastanientiere, Drachen, verzierte Baumscheiben oder aus Blättern und Papier gebastelte Herbstfrauen oder Füchse – die Einsendungen, die die OZ von den Kindergärten...