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Tamme Hanken: Witwe muss fast alle Tiere und Hof verkaufen



Bereits seit fünf Jahren ist der XXL-Ostfriese Tamme Hanken tot. (Archivbild)

© Ingo Wagner/dpa

Seit fünf Jahren ist Knochenbrecher und XXL-Ostfriese Tamme Hanken tot. Seitdem kümmert sich Witwe Carmen alleine um den Hof. Ein Teil musste nun verkauft werden.

Filsum – Bereits zum fünften Male jährt sich in diesem Jahr der Todestag von XXL-Ostfriese Tamme Hanken (†56). Es war der 10. Oktober 2016, als Tamme Hanken den plötzlich Herztod fand – seitdem kümmert sich Witwe Carmen allein um den Hankenhof im ostfriesischen Filsum. Zu allem Überdruss musste die 61-Jährige jüngst einen großen Teil des Guts veräußern – Geldprobleme plagen.

Gemeinde in Niedersachsen: Filsum
Fläche: 23,76 Quadratkilometer
Einwohner: 2182 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl: 04957
Bürgermeister: Bernhard Gathen (CDU)

Bekannt wurde Hanken bundesweit als sogenannter „Knochenbrecher“ (volkstümliche ostfriesische Bezeichnung für einen traditionellen alternativen Heilkundler), Doku-Soap-Darsteller und Buchautor. Nach seinem plötzlichen Tod vor fünf Jahren hinterließ er seiner trauernden Witwe Carmen Hanken den Hankenhof in Filsum. Um den Tod zu verarbeiten, veröffentlichte Carmen sogar ein Buch über das Leben mit dem XXL-Ostfriesen Tamme.

Fünf Jahre nach Tamme Hankens Tod: Hofarbeit und Geldprobleme machen Witwe Carmen das Leben schwer

Carmen pflegt das Andenken an ihren Mann, war er doch überall beliebt und bekannt. Doch, die Arbeit auf dem Hof ist beschwerlich und durch Geldprobleme mussten bereits fast alle Tiere und ein Teil des Hofes verkauft werden.

„Nach Tammes Tod musste ich gucken, wie ich den Hof wirtschaftlich erhalten kann“, sagte Carmen jüngst in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Inzwischen hat Tamme Hankens Witwe gut 50 Pferde, 18 Rinder und noch einmal 18 Schafe abgeben müssen.

Auch das Gut ist inzwischen nur noch fast halb so groß. Von den ehemals gut 17.000 Quadratmeter hat die 61-Jährige inzwischen 8000 Quadratmeter verkauft. Doch alle Tiere hat der Verkauf nicht getroffen, so ist unter den verbliebenen Pferden beispielsweise auf noch das Pferd „JR“ in Filsum. „JR“ ist ein direkter Nachkomme von Tamme Hankens verstorbenem Lieblingspferd „Jumper“.

Fünf Jahre nach Tamme Hankens Tod: Tiere sind für Witwe Carmen Hanken die größte Stütze

Doch, bei aller Trauer um ihren Mann Tamme muss es auf dem Hof weitergehen. Die Tiere seien dabei ihre größte Stütze und Trost, sagte Carmen Hanken der „Bild“-Zeitung: „Klar vermisse ich Tamme wahnsinnig. Aber ich bin dankbar für vierzehneinhalb Jahre, die wir hatten.“ Tief in ihr schlummert die Hoffnung, dass Tamme stolz auf sie ist, wie sie das Lebenswerk der beiden erhält.

Obwohl Carmen ihren Tamme so herzzerreißend vermisst, kommt ihr kein neuer menschlicher Partner mehr ins Haus. Doch eines wird es wohl noch geben und das ist ein Traum von Witwe Carmen: „Mein nächster Mann hat vier Hufen und Mähne. Ich spiele mit dem Gedanken, mir einen Traum zu erfüllen und einen spanischen Wallach auf den Hof zu holen!“ * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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