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Retro-Web-Tipps: Videos, 90er-Websites, iPod, Atari


youtube.com/channel/UCOyJD0RHtF_77_oAf5tT1nQ

Das Computer History Archives Project widmet sich der Dokumentation alter Computertechnik. Dazu restaurieren die Computerhistoriker alte technische Filme und stellen sie auf ihrem YouTube-Kanal bereit. Darunter finden sich Videos über alte Großrechner von IBM, über den Eniac und über Zuses Computer sowie Themen wie Vakuumröhren, Transistoren, Mikroprozessoren, Telefon, Fernsehen, Telekommunikation und Netzwerke. Außerdem zeigt der Kanal Interviews mit und Talks von Wegbereitern der IT wie Steve Jobs und Bill Gates.


zyro.com/popular-websites-90s

Facebook ist „erst“ 2004 gegründet worden, Twitter sogar erst 2006, ebenso wie Spotify. Aber wie hätten die Homepages der Dienste wohl ausgesehen, wenn sie früher an den Start gegangen wären, so in den Neunzigern? Diese Aufgabe haben sich die Designer beim Website-Baukasten Zyro gestellt: If 8 popular Websites Existed in the ’90s. Außer dem sozialen Netz, dem Kurznachrichten- und dem Streamingdienst haben sie sich noch YouTube, Twitch, Airbnb, Disney+ und WhatsApp vorgenommen – mit überzeugenden Ergebnissen.


tannerv.com/ipod/

Der Frontend-Entwickler Tanner Villarete hat einen virtuellen iPod Classic gebaut. Er versteht ihn als Hommage an die „guten alten“ Zeiten vor den Streamingdiensten, als MP3-Genießer ihre begrenzten Musiksammlungen auf physischen Geräten speicherten. Seine Version läuft im Browser, verbindet sich mit Spotify oder Apple Music und stellt deren Musik in der Bedienoberfläche des klassischen MP3-Players dar – im Vergleich zur völlig überladenen Spotify-Oberfläche wird so mancher Nutzer diese Reduktion als sehr wohltuend empfinden.

Man scrollt mit den Rechts- und Linkstasten. Einen Listeneintrag wählt man mit Return aus. Mit der Escape-Taste kommt man eine Menüebene zurück. Villarete hat seinen Player erweiterbar gestaltet. Er enthält sogar das Spiel Brick und kann grundsätzlich weitere Spiele ablaufen lassen. Vielleicht will Villarete den Player in Zukunft erweitern, denkbar wären zum Beispiel Themes. Wer selbst Hand an den Code legen will: Er steht auf GitHub.


web.archive.org/web/20150617030553/http://www.kemalsatariarchiv.gmxhome.de/index.html

youtu.be/cS3LBT-SEjw

youtu.be/cd9hy495CZU

yodasvideoarcade.com

Dieses Heft bietet die Gelegenheit, einmal einen der zu Unrecht von vielen vergessenen Soundgurus der 8-Bit-Ära zu würdigen: Kemal Ezcan, der heute Yoda Zhang heißt und noch immer als Techno-Macher aktiv ist. Er zauberte seinerzeit aus den 8-Bit-Atari-Maschinchen alles heraus, was der POKEY-Chip hergab – und das war nicht wenig.

Kemals Erinnerungswebsite ist nicht mehr online, aber das Internet-Archiv erlaubt es, in den kompletten Inhalten von Kemals Atari-Archiv zu blättern. Das ist wie eine Reise in die Prähistorie – auch im Hinblick aufs Webdesign. Leider ist Ezcans Musik auf seiner altertümlichen Atari-Archivwebsite nicht in MP3-Form zugänglich. Aber bei YouTube wird man fündig.

Ezcan ist nicht nur Computermusiker, sondern auch Schöpfer eigener Spiele. Ein Erlebnis ganz besonderer Art ist noch direkt online – nämlich von Ezcan programmierte direkt im Browser spielbare Online-Solospiele in Yodas Video Arcade, mit der Technik und dem Sound des 8-Bit-Atari-Systems. Die wunderschöne POKEY-Musik darin wurde natürlich von Kemal Ezcan selbst programmiert. Man versuche etwa eine Runde „Wild West Gunman“: Gehen mit Cursortasten, Schießen mit Shift+Cursortasten.


winhistory.de

Der Berliner Dirk Makowski hat auf seiner Homepage winhistory.de eine beeindruckende Sammlung historischen Wissens über Windows zusammengetragen. In detaillierten Artikeln stellt er jedes Release ausführlich vor. Dabei erläutert er technische Details detailliert im Text, ein kurzer Steckbrief fasst einige wichtige Charakteristika zusammen, etwa die unterstützten CPU-Architekturen. Wer sich umfassend informieren will, findet auch weiterführende Links zu Fachmagazinen.

Man kann aber auch einfach in Erinnerungen schwelgen, die vielen Bilder bewundern und die verschiedenen Starttöne abspielen lassen. Makowski liefert wirklich zu allen Aspekten Informationen, von Easter Eggs über die Installationsmedien – er nennt mehr als 60 originalverpackte Windowsversionen sein Eigen –, mitgelieferten Spielen bis hin zu unnützem Wissen, etwa dass Windows 2.1 nicht mehr als 127 Drucker unterstützte. Mit einer Art auf Screenshots aufsetzendem Emulator kann sich jeder Besucher der Site einen Eindruck von den Bedienoberflächen verschaffen.


goodolddays.net

goodolddays.net/search/

Goodolddays.net ist eine Goldgrube für Gamer, die richtig gut und liebevoll redaktionell betreut wird, und das auch noch in deutscher Sprache. Auf der Website findet man ausführliche Beschreibungen und Bildmaterial nicht nur zu den üblichen früheren Hits, sondern auch zu Spielen der Achtziger und Neunziger, die zu Unrecht weitgehend vergessen sind – zum Beispiel zu dem großartigen Rollen/Strategie-Spiel „Magic of Endoria“. Die Rezensionsdatenbank ist nicht wirklich übersichtlich gestaltet. Man braucht insgesamt etwas Entdeckerfreude auf dieser Site, liest sich aber bald fest und kann nur schwer wieder aufhören.


commodore-news.com/news/cbm/1/de/desktop

commodore-info.com/home/index/-/de/desktop

Richard Lagendijk betreibt gleich zwei große Websites, die sich um die früher einmal ungemein beliebten Computer von Commodore drehen. Die Commodore Info Page zeichnet die Geschichte der Firma nach, von den Anfängen mit dem KIM-1 bis zum C64-DTV, einem Steuerknüppel, in dem ein C64 inklusive 60 Spielen steckt. Zu jedem Aspekt rund um die Hardware, etwa die legendären Datasetten, hat Lagendijk ausführliche Informationen zusammengetragen.

Seine andere Commodore-Site, die Commodore News Page, veranschaulicht, dass es eine rege aktive Commodore-Fangemeinde gibt. Die Site informiert über herrliche Hacks und Basteleien rund um die alten CBM-Maschinen, aber auch über interessante Software und Emulatoren.

Die c’t Retro 2021 liefert Lesestoff für lange Winterabende. Wir zeichnen den Weg der Notebooks vom schweren Ungetüm zum superschlanken Allrounder auf und beleuchten die Anfänge des Internet. Nostalgiker erfahren, wie sie alte Hardware wieder flott kriegen, und Fans alter Spiele, wie sich Klassiker auf aktuelle PCs transferieren lassen. Für die sagenumwobene Enigma haben wir eine Programmieranleitung in Python erstellt. Die c’t-Retro-Ausgabe finden Sie ab dem 18. Oktober im Heise-Shop und am gut sortierten Zeitschriftenkiosk.


(jo)

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