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RC-Spielzeug für Multiplayer: Auto, Drohnen und Co mit Battle-Funktion



Ferngesteuertes Spielzeug gibt es in jeder erdenklichen Form und Preisklasse. Das Angebot geht vom günstigen RC-Spielzeug bis zur professionellen Video-Drohne. Insbesondere bei ferngesteuerten Gadgets fehlt häufig die Langzeitmotivation. Ohne feste Rennstrecke wird die ziellose Fahrt in den eigenen vier Wänden schnell langweilig. Ferngesteuerte Autos, Drohnen oder Roboter mit integrierter Battle-Funktion versprechen Abhilfe. Dabei beschießen sich die kleinen Fahr- und Flugzeuge per Infrarot oder mit kleinen Kugeln.


Dieser Ratgeber gehört zu unserer Themenwelt RC-Spielzeug. Hier haben wir uns in der Vergangenheit mit Drohnen, RC-Booten und Flugzeugen auseinandergesetzt.

























Am häufigsten ist die Battle-Funktion bei ferngelenkten Fahrzeugen mit Rad- oder Kettenantrieb zu finden. Um sich tatsächlich zu duellieren sind allerdings nicht alle Modelle geeignet. So gibt es eine ganze Reihe an Fahrzeugen, die kleine Gel-Kugeln verschießen. Vorbild hierfür ist der technisch hoch ausgereifte, aber kostspielige Robomaster von DJI (Testbericht). Das Schießen mit den Kugeln ist zwar lustig anzusehen, allerdings hinterlassen die weichen Kugeln eine riesige Sauerei am Boden und sind zudem nicht ungefährlich für Mensch und Haustier. Außerdem sind Treffer an Fahrzeugen nicht oder kaum zu erkennen.



Deutlich ungefährlicher und sinnvoller ist eine IR-Schussfunktion. Hier fliegen dann zwar keine echten Geschosse durch die Wohnung, die Treffer der Lichtstrahlen werden von den Fahrzeugen aber sicher erkannt und in irgendeiner Form gewertet.


Für den Ratgeber haben wir uns ein Battle-Set vom Hersteller Syrcar genauer angesehen. Das Bundle für 60 Euro besteht jeweils aus zwei futuristischen Fahrzeugen, Fernsteuerungen, USB-Ladegeräten und insgesamt vier Akkus. Die für die Handsender benötigten vier AA-Batterien gehören nicht zum Lieferumfang. Da sowohl das Batteriefach der Sender als auch das Fach für den Akku verschraubt sind, liegt außerdem ein kleiner Schraubendreher bei.



Nach dem Laden und Einsetzen der Akkus und Sender-Batterien starten wir den ersten Praxistest. Kaum sind Sender und die vierrädrigen Tanks eingeschaltet, ertönt ein Motorengeräusch aus den Fahrzeugen. Zusätzlich beginnen die vier LEDs auf den Dächern zu leuchten. Da unser Modell über spezielle Rollenantriebe verfügen, steuert es sich nicht wie ein klassisches RC-Auto, sondern ähnlich wie ein Kettenfahrzeug. Das ist die ersten Minuten noch irritierend, wir haben uns aber schnell daran gewöhnt.


Beim Druck auf den Taster mittig auf dem Sender, ertönt ein Abschussgeräusch und der RC-Tank bewegt sich ruckweise nach hinten – was den Rückstoß simulieren soll. Befindet sich das zweite Fahrzeug in Reichweite und im Schussbereich, wird der Treffer erkannt und mit einem Geräusch und einem kurzen Zucken des Fahrzeugs quittiert. Zusätzlich erlischt eine der auf dem Dach montierten LEDs. Nach vier Treffern bleibt der Battle-Tank dann einfach stehen und die Runde ist vorbei. Um wieder neu zu beginnen und die Treffer zurückzusetzen, müssen die Fahrzeuge aus und wieder eingeschaltet werden.


Das Duell mit den futuristischen Fahrzeugen macht Spaß. Sowohl das Fahrverhalten als auch die Akkulaufzeit von über einer Viertelstunde pro Akku hinterlassen einen positiven Eindruck. Trotzdem gibt es zwei kleine Kritikpunkte: Zum einen sind für faire Wettkämpfe zu wenig Sensoren integriert. Die beiden Tanks verfügen jeweils nur über einen Treffer-Sensor an der Rückseite. Treffer auf der Front oder Seite erkennt das Fahrzeug nicht. Zum anderen wäre es wünschenswert, wenn die Fahrzeuge nach dem vierten Treffer auf Knopfdruck wieder einsatzfähig wären.



Trotzdem halten wir die Battle-Tanks für cool. Selbst ohne die Abschussfunktion finden wir die futuristischen Gefährte empfehlenswert. Die Möglichkeit sich bei einem Rennen gegenseitig abschießen zu können, erhöht den Reiz noch zusätzlich. Die Langzeitmotivation ist auf jeden Fall höher als mit einfachem RC-Spielzeug. Einzig die nicht abschaltbaren Soundeffekte könnten mittelfristig zu Konfliktpotenzial in der Familie sorgen.


Neben dem genannten Set für knapp 60 Euro sind solche Battle-Fahrzeuge auch in ähnlicher Form von anderen Herstellern erhältlich. Hier einige Beispiele:


























Das gegenseitige Abschießen per Infrarot funktioniert natürlich nicht nur mit Bodenfahrzeugen, sondern auch mit ferngesteuerten Drohnen. Um den Luftkampf im Wohnzimmer ausprobieren zu können, hat uns der Amazon-Händler Tomzon zwei seiner Mini-Battle-Drohnen zur Verfügung gestellt. Mit gut 35 Euro sind diese ähnlich teuer wie andere Spielzeug-Drohnen. Auch das Design unterscheidet sich nicht von klassischen RC-Drohnen.



Die beiden nur handtellergroßen Quadrokopter kommen einzeln und nicht als Set zum Kunden. Im Lieferumfang sind je eine Drohne, ein Mini-Handsender, USB-Ladegerät, zwei Flug-Akkus, Ersatzpropeller und ein Schraubendreher enthalten. Die je zwei AA-Batterien für die Fernsteuerung sind nicht beigepackt.


Die Drohnen mit einem Abfluggewicht von 25 Gramm sind zwar einfach, aber ordentlich gefertigt. Der Hersteller hat beim Design mitgedacht: Die vier Propeller sind durch kleine Käfige geschützt. So geht von ihnen keine Gefahr aus und sie überstehen Abstürze und Zusammenstöße.


Nach dem Laden der Akkus und den ersten Flugversuchen sind wir positiv überrascht. Trotz der geringen Größe fliegen sich die Fluggeräte mit der Bezeichnung A21 recht ordentlich. Die Steuerung mit dem für Erwachsenenhände etwas klein geratenen Controller ist ausreichend präzise und zuverlässig. Gut, dass der Hersteller auf eine Signalübertragung per Funkt und nicht per WLAN setzt – verzögerte Steuerbefehle oder schwammiges Flugverhalten sind bei diesem Kopter kein Problem. Neben der Möglichkeit die Steuerung zu kalibrieren, stehen auch ein vereinfachter Steuerungsmodus (Headless-Mode) und insgesamt drei verschieden Empfindlichkeiten zur Verfügung. Je nach Modus reagiert die Steuerung sehr zurückhaltend und behäbig oder sportlich und präzise.



Die Schuss-Funktion der Battle-Drohne wirkt zunächst unspektakulärer als bei den RC-Tanks. Ein Druck auf den Feuer-Taster wird weder durch ein Geräusch noch durch Blinken oder gar einen Rückstoß quittiert. Dass die Funktion trotzdem sauber arbeitet, lässt sich erst mit der zweiten Drohne überprüfen. Befindet sich diese etwa in der Schussbahn des imaginären Laserstrahls, beginnt sie urplötzlich zu trudeln und an Höhe zu verlieren. Der Treffer wird zusätzlich durch ein Piepen des Senders des Getroffenen angezeigt. Der Effekt dauert zwar nur ein bis zwei Sekunden, er ist für den Piloten aber deutlich spürbar. Nach insgesamt fünf Treffern geht die getroffene Drohne dann ganz zu Boden. Die Motoren schalten ab und der Quadrokopter stürzt ab. Dank Schutzkäfig und geringem Gewicht übersteht der Kopter die Abschüsse unbeschädigt.


Unser Fazit: So macht das Fliegen selbst mit einer billigen Drohne Spaß! Da der IR-Empfänger auf der Unterseite angebracht ist, erkennt die Drohne Treffer von allen Seiten. Die für Spielzeug-Drohnen erfreulich exakte Steuerung und die guten Flugeigenschaften komplettieren den sehr positiven Gesamteindruck. Und selbst wer sich nicht gegenseitig abschießen will, kann hier bedenkenlos zugreifen – auch das Solo-Fliegen mit dem A21-Quadrokopter macht Freude.



Das getestete Modell A21 ist einzeln für 35 Euro bei Amazon auch kurzfristig erhältlich. Eine ähnliche Variante mit zusätzlicher Livebild-Übertragung auf das Smartphone gibt es vom Hersteller Potensic für 70 Euro je Drohne. Auch bei den sehr hochwertigen Star-Wars-Drohnen von Propel ist eine IR-Schussfunktion integriert. Da wir vom Hersteller leider nur ein Exemplar des T-65 X-Wing (Testbericht) zum Testen hatten, konnten wir dies allerdings nie ausprobieren.

























Neben den genannten RC-Modellen gibt es noch weitere RC-Fahrzeuge für Multiplayer-Runden im Wohnzimmer. Da wären etwa die Bump’n Eject Bumper Cars für 32 Euro im Doppelpack. Die beiden ferngesteuerten Autos im Hovercraft-Design sind jeweils mit einer kleinen Fahrerfigur ausgestattet. Ziel ist es, den gegnerischen Hovercraft-Piloten per Zusammenstoß aus dem Sitz zu heben und ihn vom Fahrzeug zu stoßen. Das gleiche Spielprinzip kommt auch beim Eaxus Super-Bumper-Car zum Einsatz. Das Bundle mit zwei Fahrzeugen gibt es für 35 Euro.


Oder wie wäre es mit um sich schlagenden und boxenden Robotern? Der Silverlit Kombat Robo ist genau dafür gedacht. Per Fernsteuerung muss der Pilot den kleinen Roboter in den Kampf führen. Ziel ist es, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Kombat Robo Viking kostet im 2er-Set 42 Euro. Einzeln ist der aufrecht auf zwei Rollen fahrende Roboter ab 25 Euro erhältlich.


Die Version Balloon-Puncher vom Hersteller Silverlit funktioniert fast identisch. Allerdings dient diesen Robotern einen Luftballon als Kopf, den man als Gegner zum Platzen bringen muss. Der Balloon-Puncher im Doppelpack ist bei Amazon für 42 Euro erhältlich.
















































Wer klassisches RC-Spielzeug zu langweilig findet, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf die Modelle mit Mehrspieler-Battle-Funktion werfen. Die Möglichkeit sich gegenseitig zu duellieren und zu bekämpfen, bietet aus unserer Sicht einen echten Mehrwert, der sich positiv auf die Langzeitmotivation auswirkt.


Da die getesteten RC-Tanks und Drohnen nicht teurer sind als vergleichbare Spielzeuge ohne Battle-Funktion, kann man bedenkenlos zuschlagen. Selbst ohne den gegenseitigen Kampf haben die Drohne A21 und der Battle-Tank im Praxistest mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt.

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