Start day-news PC-Markt: Chromebook-Verkauf bricht ein, Dell gewinnt zweistellig

PC-Markt: Chromebook-Verkauf bricht ein, Dell gewinnt zweistellig


Die weltweiten Verkäufe von Desktop-PCs, Notebooks und Workstations verweilen auf einem hohen Niveau. Zu dieser Erkenntnis gelangen die beiden Marktforschungsunternehmen IDC und Gartner. Die Schätzungen sind nicht 100-prozentig identisch, stimmen in großen Teilen aber überein. So geht IDC von knapp 87 Millionen verkauften PCs in den vergangenen drei Monaten aus, Gartner von gut 84 Millionen. Das entspricht einem Wachstum von 3,9 beziehungsweise 1 Prozent.

Beide Teams sind sich einig, dass der Bedarf nach Notebooks weiter sinkt, da mehr Menschen ins Büro zurückkehren. Analog werden mehr Desktop-PCs verkauft. Die zuvor hohe Nachfrage nach Chromebooks bei Schülerinnen, Schülern und Studierenden brach zudem ein, da der Bedarf im Bildungsbereich nach mehr als anderthalb Jahren Coronavirus-Pandemie schlicht gedeckt ist.

Ebenfalls einig sind sich IDC und Gartner, dass der globale Chipmangel den PC-Markt weiterhin bremst. So hätte insbesondere HP bei der aktuellen Auftragslage mehr Geräte verkaufen können, landete letztendlich aber bei einem Minus von 5,8 Prozent im Jahresvergleich – knapp 18 Millionen PCs verkaufte HP im dritten Quartal 2021. Die Firma kratzte beim Marktanteil somit an der 20-Prozent-Marke, nachdem es sich der Hersteller zuletzt noch bei gut 22 Prozent bequem gemacht hatte.

Spitzenreiter Lenovo hat mit fast 20 Millionen Geräten zwar um 3,1 Prozent zugelegt, trotzdem sank der Marktanteil um ein paar Promille. Das liegt vor allem an Dells starkem Wachstum um fast 27 Prozent auf gut 15 Millionen Verkäufe. Die Firma macht damit weiter Boden gut, den sie seit Beginn der Pandemie verloren hat. Ende 2019 lag Dells Marktanteil noch bei knapp 20 Prozent, ging dann aber wegen des schwachen Angebots für den Retail-Markt zurück. Apple legte mit guten Verkaufszahlen der eigenen M1-Macs und -Macbooks zu.

IDC schätzt, dass im dritten Quartal 2021 knapp 87 Millionen PCs verkauft wurden.

Windows 11 hat sich im dritten Quartal nicht bemerkbar gemacht. Da Microsoft Windows 10 noch bis 2025 unterstützt, ist keine Not vorhanden. Zudem erschien das Betriebssystem azyklisch zu neuen Notebooks und Desktop-PCs, die erst 2022 mit neuen CPU-Generationen Nachfolger erhalten werden.


(mma)

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