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Oscarfilme für zu Hause – diese nominierten können Sie streamen


In der Nacht zu Montag (25. April) findet die verschobene Oscarverleihung 2021 statt. Weil wegen der Covid-19-Pandemie die US-Kinos geschlossen bleiben mussten, können in diesem Jahr erst- und voraussichtlich einmalig auch Filme teilnehmen, die ausschließlich gestreamt wurden (aber eigentlich für sieben Tage in einem Kino des Los Angeles County hätten gezeigt werden sollen). Ein Teil der oscarnominierten Filme ist auch in Deutschland bereits bei Streamingdiensten abrufbar. Hier folgt eine Auswahl, mit der Sie sich auf die Oscarnacht einstimmen können.

1. Drei von acht – Streamingangebote in der Kategorie „bester Film“

Acht Titel sind 2021 wieder für den Oscar in der Königskategorie „bester Film“ nominiert. Im Streaming sind davon derzeit in Deutschland bislang drei zu sehen:

David Finchers „Mank“ läuft bei Netflix. Der Film erzählt eine Hollywoodgeschichte – von der Entstehung des Drehbuchs zu „Citizen Kane“, des oft als „bestem Film aller Zeiten“ apostrophierten Klassikers. Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz (Gary Oldman) fetzt sich mit Regisseur Orson Welles (Tom Burke). In weiteren Hauptrollen: Amanda Seyfried, Lily Collins, Charles Dance. Der Film ist insgesamt für zehn Oscars nominiert.

Aaron Sorkins „The Trial of the Chicago 7“ läuft bei Netflix. Der Film erzählt von einem legendären Prozess, der im Jahr 1969 gegen Abbie Hoffmann (Sacha Baron Cohen), Tom Hayden (Eddie Redmayne) und fünf weitere Männer geführt wurde. Sie wurden als Rädelsführer einer eskalierten Anti-Vietnam-Kriegs-Demo im Washington des „Revolutionsjahres“ 1968 ausgemacht. In weiteren Hauptrollen: Michael Keaton, Joseph Gordon-Levitt – und als heillos überforderter Richter – Frank Langella. Der Film ist für sechs Oscars nominiert.

Darius Marders „Sound of Metal“ läuft bei Amazon Prime Video. Erzählt wird die Geschichte eines Schlagzeugers („The Night Of“-Hauptdarsteller Riz Ahmed), der sein Gehör verliert und versucht, sein altes Leben zurückzugewinnen. In weiteren Hauptrollen: Olivia Cooke, Mathieu Amalric. Der Film ist für sechs Oscars nominiert.

Noch ohne Streamingplatz in Deutschland unter den Nominierten sind: „Nomadland“ (in Chloé Zhaos Drama spielt Frances McDormand eine Witwe, die ihre Heimatstadt verlässt, um ihre Unabhängigkeit zu finden), „Minari“ (eine asiatisch-amerikanische Familie zieht von der Westküste ins ländliche Arkansas – mit „The Walking Dead“-Star Steven Yeun), „Promising Young Woman“ (Thriller über eine junge, von Rache besessene Frau – mit Carey Mulligan), „The Father“ (Anthony Hopkins und Olivia Colman in einer hyperstressigen Vater-Tochter-Beziehung) und „Judas and the Black Messiah“ (Filmbiografie über die Begründer der Black Panther Party im Gefolge der Ermordung von Malcolm X).

2. Die Nominierten für den „besten Animationsfilm“

Hier herrscht starke Ausbeute: Alle fünf, für den besten Animationsfilm des Jahres nominierten Filme sind bereits in Deutschland streambar.

„Die bunte Seite des Mondes“ – Fantasy trifft Science-Fiction: Ein junges Mädchen reist zur Mondgöttin und hilft dieser, einen Unsterblichkeitsfluch zu brechen (zu sehen bei Netflix).

„Onward: keine halben Sachen“ – Pixar-Film über zwei Elfenbrüder, die in einer ihre Magie einbüßenden Fantasywelt die Möglichkeit bekommen, ihren verstorbenen Vater zu treffen (zu sehen bei Disney+).

„Shaun, das Schaf – Ufo-Alarm“ – Ein bisschen „E.T.“ auf der Mossy Bottom Farm. Shaun muss einem außerirdischen Kind helfen, zu seinem Heimatplaneten zurückzukehren (zu sehen bei Amazon Prime Video).

„Soul“ – Noch mal Pixar, aber anspruchsvoller: Ein Jazzmusiker stirbt am Tag, als seine Karriere Schwung aufnimmt, weigert sich, ins Jenseits überzuwechseln, und wird stattdessen Mentor einer störrischen Jungseele, die nicht zur Erde und in einen Menschen fahren möchte (zu sehen bei Disney+).

„Wolfwalkers“ – Ein irisches Mädchen, das Wolfsjägerin werden möchte, wie ihr Vater, wird stattdessen Wolf. Eine Fabel über den verlorenen und unbedingt wiederzugewinnenden Einklang des Menschen mit der Natur (zu sehen bei Apple TV+).

3. Weitere Oscarhighlights im Streamingangebot

„Ma Rainey’s Black Bottom“ von George C. Wolfe – die Geschichte der „Mutter des Blues“. Gertrude „Ma“ Rainey (Viola Davis) will mit ihren Bandmitgliedern im Chicago der Zwanzigerjahre eine Platte aufnehmen – die größte Hürde ist sie dabei selbst. Letzter Film des am 28. August 2020 verstorbenen Schauspielers Chadwick Boseman, nominiert für fünf Oscars (zu sehen bei Netflix).

„Neues aus der Welt“ – Tom Hanks als Nachrichtenmann des Wilden Westens, der ein von Indianern entführtes Mädchen zu seiner Familie zurückbringen möchte. In Paul Greengrass‘ bislang epischstem Film glänzt „Systemsprenger“-Hauptdarstellerin Helena Zengler. Nominiert für vier Oscars (zu sehen bei Netflix).

„One Night in Miami“ – Vier Ikonen der Bürgerrechtsbewegung – der Boxer Cassius Clay (später Muhammad Ali, gespielt von Eli Goree), der Aktivist Malcolm X (Kingsley Ben-Adir), der Footballspieler Jim Brown (Aldis Hodge) und der Soulsänger Sam Cooke (Leslie Odom Jr) treffen sich 1964 nach dem Sieg Clays über Sonny Liston, um über ihren Kampf für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner in den USA zu sprechen. Nominiert für drei Oscars (zu sehen bei Amazon Prime Video).

„Borat 2: Anschluss Moviefilm“ – Der Reporter aus einem fiktive Kasachstan darf noch einmal in die USA reisen. Beim zweiten Versuch, die Comedyfigur auf echte Amerikaner treffen zu lassen, wird der kasachische Schnauzbartträger im taubenblauen Anzug vielerorts schon erkannt – nicht aber von Trump-Adlatus Rudy Giuliani. Der verschwindet mit Borats Filmtochter Tutar tatsächlich ins Separee, wo Borat Schlimmstes gerade noch verhindern kann. Zwei Oscarnominierungen, eine für Tutar-Darstellerin Matija Bakalowa (zu sehen bei Amazon Prime Video).

„Hillbilly-Elegie“ – In der Verfilmung des Buchs von J. D. Vance erzählt Ron Howard von Vance‘ Familie, die in die Abwärtsbewegung der amerikanischen Metallindustrie geriet. US-Kritiker schrieben, der Film mit Amy Adams, Gabriel Basso und Glenn Close (überwältigend als bärbeißige Großmutter des Helden) könne dem Betrachter die Wählerschaft Donald Trumps erklären. Zwei Oscarnominierungen, eine für Glenn Close (zu sehen bei Netflix).

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