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Kongsberg/Norwegen: Angriff mit Pfeil und Bogen: Festnahme bestätigt – Zahlreiche Falschmeldungen dementiert


  • Jennifer Lanzinger

    VonJennifer Lanzinger

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Nach einem Angriff mit Pfeil und Bogen prüft die norwegische Polizei auch ein mögliches Terror-Motiv. Fünf Menschen wurden bei dem Angriff in Kongsberg getötet, zwei weitere wurden verletzt. Der News-Ticker.

  • Fünf Personen wurden bei einem Angriff im norwegischen Kongsberg getötet.
  • Der mutmaßliche Täter konnte kurz darauf festgenommen werden.
  • Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 14. Oktober, 8.45 Uhr: Nach dem tödlichen Angriff in der norwegischen Stadt Kongsberg ist der mutmaßliche Täter offenbar bereit, mit der Polizei zu reden. Er habe bereits in einem Verhör in der Nacht Angaben zur Tat gemacht, bestätigte sein Verteidiger gegenüber Medienvertretern. Wie örtliche Medien berichten, soll die Staatsanwältin gegenüber dem norwegischen Sender TV2 sogar bestätigt haben, dass der 37-Jährige die Tat mittlerweile gestanden habe. Demnach sei er bereits der Polizei bekannt gewesen. Sie bestätigte, dass er mehrfach mit dem norwegischen Gesundheitswesen in Kontakt gewesen war.

Für 10 Uhr haben Ermittler eine Pressekonferenz angesetzt.

Angriff mit Pfeil und Bogen: Norwegische Polizei prüft Terror-Motiv – Zahlreiche Falschmeldungen dementiert

Ursprungsmeldung vom 14. Oktober, 2021: Kongsberg – Mit Pfeil und Bogen bewaffnet war er am Abend durch die norwegische Stadt Kongsberg gezogen, kurz darauf konnte der Angreifer durch die Polizei festgenommen werden. Mittlerweile ist klar: fünf Personen sind durch den Angriff in der Nähe von Oslo ums Leben gekommen, zwei weitere Personen wurden bei der Bluttat verletzt. Die Polizei nennt erste Details zum Täter, zahlreiche Falschinformationen hatten zuvor die Runde gemacht.

Angriff mit Pfeil und Bogen: Norwegische Polizei bestätigt Festnahme – Zahlreiche Falschmeldungen dementiert

Noch in der Nacht auf Donnerstag hatte die Polizei erste Details zum mutmaßlichen Täter veröffentlicht. Der 37-jährige Däne habe nach bisherigen Erkenntnissen als Einzeltäter gehandelt. Nach weiteren Verdächtigen werde aktuell nicht gesucht. Einen terroristischen Hintergrund können Ermittler zur aktuelle Stunde noch nicht ausschließen.

Die Behörden hätten sich dazu entschieden, erste Informationen zu dem Tatverdächtigen zu veröffentlichen, um Gerüchten in Online-Netzwerken entgegen zu treten, hieß es in der Erklärung der Polizei. Von den verbreiteten Falschinformationen seien bereits mehrere Menschen betroffen gewesen, die nichts mit der Tat zu tun gehabt hätten. Der Sender TV2 hatte zuvor berichtet, der Tatverdächtige sei zum Islam konvertiert und habe eine medizinische Vorgeschichte. Die Behörden bestätigten diese Berichte nicht.

Kongsberg/Norwegen: Verdächtiger noch nicht befragt – Hatte er weitere Waffen bei sich?

„Angesichts des Ablaufs der Ereignisse ist es nur natürlich zu prüfen, ob es sich um einen terroristischen Anschlag handelt“, sagte Polizeisprecher Öyvind Aas auf einer Pressekonferenz am Abend. Der Verdächtige sei jedoch noch nicht befragt worden. „Es ist zu früh, um sich zu seinen Motiven zu äußern.“ Die Ermittler hielten sich „alle Möglichkeiten offen“. Laut einem Bericht von TV2 hatte der Mann auch ein Messer und weitere Waffen bei sich.

Eine Augenzeugin des Angriffs sagte dem Sender, sie habe Lärm gehört und dann eine Frau gesehen, die in Deckung gegangen sei. Ein Mann habe an der Ecke gestanden, einen Bogen in der Hand und einen Köcher mit Pfeilen bei sich. „Dann habe ich Menschen um ihr Leben rennen sehen“, fügte sie hinzu. Stadtteile wurden abgeriegelt, im Fernsehen war ein großes Aufgebot an bewaffneten Sicherheitskräften und Krankenwagen zu sehen. Ein Hubschrauber und ein Bombenentschärfungsteam wurden ebenfalls zum Tatort entsandt. „Wir sind erschüttert von diesen Ereignissen“, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Die Führungsspitze der norwegischen Polizei ordnete an, dass an alle Beamten landesweit Waffen ausgegeben werden. Normalerweise sind die norwegischen Polizistinnen und Polizisten mehrheitlich nicht bewaffnet. Auch der Inlandsnachrichtendienst wurde nach Angaben eines Sprechers der Behörde alarmiert.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Terje Pedersen / dpa

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