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jetzt einpflanzen, im Sommer ernten


Längst ist klar, dass wir sogenanntes Superfood nicht nur in den exotischen Abteilungen der Supermärkte finden. Oft werden aber vor allem exotische Lebensmittel als Superfood angepriesen. Ein regionales Gemüse, das etwa wegen einer beachtlichen Menge an Vitaminen und Mineralstoffen bekannt ist, ist der Brokkoli.

Superfood aus dem eigenen Garten

Und der ist nicht nur besonders gesund, sondern obendrein relativ einfach anzupflanzen und zu ernten. Superfoods sollen wegen ihres erhöhten Nährstoffgehaltes gesünder sein, als andere Lebensmittel – eine konkrete Definition des Begriffes gibt es allerdings nicht. Laut Verbraucherzentrale ist der Gesundheits­nutzen von exotischem Superfood oft nicht einmal wissenschaftlich nachgewiesen.

Vorgezogene Brokkolipflanzen finden sich etwa im Gartencenter und können direkt eingepflanzt werden. © Quelle: Cathy VanHeest/ Unsplash

Wer glaubt, die Zeit zum Säen von Brokkoli sei schon vorbei, irrt sich. Denn wer sich schon vorgezogene Pflanzen besorgt, kann noch den ganzen Sommer Brokkoli aus dem eigenen Garten oder sogar vom Balkon ernten.

Summer-Purple-Brokkoli hat violette Köpfe

Brokkoli selbst anzupflanzen ist gar nicht schwer. Denn das Superfood wächst nicht nur sehr schnell, sondern ist auch besonders pflegeleicht. Vorgezogene Pflanzen erhält man im Gartencenter, im Baumarkt oder auch online auf Kleinanzeigenportalen. Bei der Sorte des Brokkolis hat man die Qual der Wahl.

Die Brokkolisorte Summer Purple ist wegen ihrer violetten Köpfe besonders beliebt. © Quelle: Pixabay

Beliebt ist etwa die italienische Sorte Calabrese, die viele kleine aber auch größere Blumen trägt und reichlich Seitentriebe bildet. Für den Hobbyanbau ist auch die Sorte Calinaro gern gesehen, die für einen sehr kompakten Brokkoli mit großen Köpfen bekannt ist. Die Sorte Summer Purple erfreut Liebhaber mit violetten Köpfen und einer sehr unkomplizierten Pflege, die bei Anfängern sehr beliebt ist. Lassen Sie sich vor dem Kauf der Jungpflanzen am besten beraten, welche Brokkolisorte am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.

Genug Wasser und Nährstoffe

Ab Mitte Mai ist es dann so weit: Die Pflanzen können ins Beet gesetzt werden. Dazu sollten zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 50 Zentimeter Platz gelassen werden, der Wurzelansatz darf etwa einen Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Der Boden sollte locker, nährstoffreich und nicht sauer sein – bei Bedarf kalken. Außerdem wachsen die Brokkolipflanzen am besten an einem sonnigen und windgeschützten Platz.

Auch wenn die Pflege des Brokkolis vergleichsweise leicht ist, braucht die Pflanze genügend Nährstoffe und Wasser. Direkt nach dem Auspflanzen sollte das Gemüse daher ordentlich angegossen werden. Die nächsten zwei bis drei Wochen ruhig etwas sparsamer gießen – dann die Wasserzugabe wieder steigern. Die Pflanzen sollten auf keinen Fall zu trocken werden – eine Mulchschicht schützt den Boden zusätzlich vor Austrocknung. Nach etwa sechs Wochen sollte der Brokkoli dann mit einem stickstoff- und kaliumbetonten Dünger versorgt werden.

Zeitversetzt pflanzen für eine reiche Ernte

Nach etwa sieben Wochen kann der Brokkoli dann geerntet werden. Gerade bei hohen Temperaturen sollten die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden, damit es nicht zur Überreife kommen kann. Wenn die Blüten sich erst einmal geöffnet haben und gelb werden, schmeckt der Brokkoli nicht mehr so gut. Im Saisonkalender „Essen im Rhythmus der Natur“ der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF lässt sich genau sehen, wie lange Brokkoli üblicherweise Saison hat.

Brokkoli sollte geerntet werden, bevor er gelb wird. © Quelle: Yung-pin Pao/ Pixabay

Die geschlossenen Blütenstände sollten mit etwa 10 Zentimeter langem Stiel und Blättern mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Am besten nicht den kompletten Trieb abschneiden, da die Seitentriebe noch nachreifen – und dann noch einmal geerntet werden können. Wer übrigens den ganzen Sommer über Brokkoli ernten möchte, pflanzt diesen einfach zeitversetzt.

Schädlinge bekämpfen

Auch Brokkoli wird von Schädlingen heimgesucht. Laut Umweltbundesamt kann man mit einem Kulturschutznetz zahlreichen Gemüseschädlingen ein Schnippchen schlagen. Kohlfliegen etwa können durch solch ein Netz ferngehalten werden, Erdflöhe werden durch ein stetiges Feuchthalten des Bodens abgeschreckt. Kalken und ein regelmäßiges Auflockern des Bodens kann die Kohlhernie verhindern. Vorbeugend kann auch helfen, den Brokkoli nicht auf Boden zu Pflanzen, auf dem vorher schon Kohl gezogen wurde.

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