Start day-news "In Komfortzone angekommen": Darum steigt Heinz von Heiden als 96-Trikotsponsor aus

„In Komfortzone angekommen“: Darum steigt Heinz von Heiden als 96-Trikotsponsor aus


Herr Mensching, nach sieben Jahren steigt Heinz von Heiden als Haupt- und Trikotsponsor bei 96 aus. Warum?

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Wir haben unsere Ziele deutlich übertroffen, das zeigen alle Datenauswertungen. Irgendwann kennen die Leute einen im Fußball. Wir sind in unserer Komfortzone angekommen, da müssen wir uns jetzt herausbewegen.

Wie?

Wir haben auch vier Jahre die Eisbären Berlin gesponsert, waren auf Trikot und Schulter präsent. Eishockey, Fußball – das ist sehr männlicher Sport. Wir wollen neue Wege gehen und Frauen, insbesondere Familien in den Blick nehmen.

2020 haben Sie noch eine 96-Saison drangehängt – als Nothilfe?

Das fiel in die Zeit der Corona-Unsicherheit. Es war eine Win-win-Situation. Wir hatten ein Jahr mehr Zeit, unsere Markenbekanntheit auszubauen und zu festigen, und 96 hat es geholfen, ein Jahr Zeit zu gewinnen, um einen Nachfolger zu finden.

Das 96-Heimtrikot im Wandel der Zeit:

Das 96-Trikot im Wandel der Zeit.

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Welche Rolle spielt dabei der Abstieg?

In der Bundesliga mit dem Logo von 96 aufzutreten hat eine ganz andere Strahlkraft, als in der zweiten Liga in einem Atemzug mit Sandhausen genannt zu werden, ohne dem Klub zu nahe treten zu wollen. Wir haben den Vorteil, in der Bundesliga dabei gewesen zu sein – und sind jetzt mit 96 in anderen Städten unterwegs, die eher ländlich gelegen sind, wie zum Beispiel Sandhausen, wo noch Grundstücke zu finden sind.

Ablösesummen und Spielergehälter sinken – werden Sponsoren künftig auch weniger zahlen?

Davon gehe ich aus. Premiumvereine wie Bayern werden das Niveau halten können, die anderen Klubs werden Probleme bekommen.

Spüren Sie eine Entfremdung von Fußball, Fans und damit auch Kundschaft?

Da kommt vieles zusammen. Schon vor Corona war eine Übersättigung beim Fußball zu spüren. Man konnte jeden Tag ein Spiel gucken. Befremdlich fand ich auch, dass immer noch eine neue Liga aus dem Hut gezaubert wurde. Dazu kommt, dass viele Fans selber Fußball spielen wollen und es nicht können. Das heißt, auch an der aktiven Seite haben wir eine Entfremdung. Ich bin gespannt, wie das Ganze wieder ins Rollen kommt.

Wie konsumieren Sie Fußball?

Ich versuche, die 96-Spiele anzuschauen. Aber darüber hinaus muss ich nicht unbedingt Fußball gucken.

96 sucht noch Ihren Nachfolger – für welche Firmen wäre der Verein denn attraktiv?

Von Vorteil wäre, wenn man wie wir lokal vor Ort ist. Wenn ein Unternehmen zudem noch den Fokus auf Deutschland hat, dann wäre das der perfekte Partner. Dann ist Hannover 96 als sympathische Marke oder der Fußballsport im Allgemeinen das Mittel der Wahl.



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