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„Ich hasse Kinder“: Till Lindemann schockt zum Weltkindertag



Rammstein-Sänger Till Lindemann veröffentlicht einen neuen Song – passend zum Weltkindertag. Dabei provoziert nicht nur der Songtitel.

Berlin – Seit vielen reist Till Lindemann mit seiner Band „Rammstein“ quer durch Deutschland. Immer wieder lotet er dabei die Grenzen des guten Geschmacks aus. Nicht verwunderlich, dass da auch schon mal der ein oder andere Skandal die Runde macht*. Dass er seine Fans allerdings nicht nur mit seiner Band verblüfft, zeigte er in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger. Mit seiner neuen Single „Ich hasse Kinder“ wandelt er erneut auf Solopfaden. Doch schlägt der 58-Jährige jetzt über die Stränge?

Sänger: Till Lindemann
Geboren: 4. Januar 1963 (Alter 58 Jahre), Leipzig
Musikgruppen: Rammstein (Seit 1994), Lindemann (Seit 2015), First Arsch (Seit 1984)
Alben: Mutter, Herzeleid, Brachiale Gewalt, Skills in Pills, uvm.

Till Lindemann: „Darf und kann man Kinder hassen?“

Passend zum „Internationalen Tag des Kindes“ veröffentlichte Lindemann, der dieses Jahr ursprünglich auf dem Wacken-Festival gespielt hätte*, am 1. Juni seinen neuen Song. Gewohnt provokant trägt der Titel den Namen „Ich hasse Kinder“. Grund für seine Überzeugung nimmt er aus seinem Alltag.

Ähnlich wie Deutschrapper von KIZ* schlägt auch Till Lindemann um sich: Vor allem schreiende Kinder haben den Rammstein-Sänger scheinbar zu einer Hasserklärung inspiriert. Immer wieder stellt er sich die eine Frage: „Darf und kann man Kinder hassen?“ Die Antwort auf die „Frage aller Klassen“, wie er sie in dem Song bezeichnet, fällt im Refrain mehr als deutlich aus. So gibt bereits der Songtitel Auskunft.

Till Lindemann: In seinem aktuellen Video „Ich hasse Kinder“ provoziert der Sänger in alter „Rammstein“-Manier.

© dpa/Vladimir Sokolov

„Ich hasse Kinder“: Video weckt Erinnerungen an russischen Serienmörder

Noch expliziter als die Musik ist in dem Fall allerdings das Video. Das Szenario stellt das Moskau aus dem Jahre 1989 dar und soll beim Fan Erinnerungen an den Serienmörder Andrej Tschikatilo wecken. Er gilt bis heute als einer der bösartigsten Mörder der Geschichte Russlands. Einzelne Szenen verweisen auf seine grässlichen Taten. So kennzeichnen das Video etwa diverse Mordszenen, die kaum eine Gewaltfantasie auslassen. Auch vor Sequenzen mit Schulkindern und einer Verhörsituation macht Lindemann in seinem Video keinen Halt.

Doch es wäre kein Song von Till Lindemann, wenn das Lied keine Pointe hätte. Wer genauer hinhört, weiß spätestens im zweiten Refrain, dass das nicht die ganze Wahrheit ist. In Wahrheit liebt er nämlich Kinder – sofern es seine eigenen sind. Wie viel Ironie und Sarkasmus hinter der Textpassage „Kann und muss man Kinder schlagen?“ steckt, lässt Lindemann in gewohnter Manier offen.

Seine Fan-Gemeinde ist jedenfalls voll auf begeistert von der Provokation. Auf den Social-Media-Kanälen feiern sie vor allem die Rückkehr zur alten Härte wie in besten „Rammstein*“-Zeiten. Dass „Ich hasse Kinder“ bereits jetzt ein voller Erfolg ist, belegt bereits der erste Blick auf YouTube: Über 2,2 Millionen Aufrufe seines Videos innerhalb weniger Stunden zeigen, dass Lindemann auch über 27 Jahre nach „Rammstein“-Gründung noch längst nicht zum alten Eisen gehört. *24hamburg.de, extratipp.com und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Vladimir Sokolov

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