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Fast ein zweiter Stürmer: 96-Coach Kocak versucht’s mal mit Muslija in der Zentrale


So richtig geheim verlief der interne Test am Donnerstag dann doch nicht. Handverlesenes Publikum sah zu, wie das rote 96 das grüne 96 mit 2:1 schlug, darunter 96-Chef Martin Kind, Scout Dieter Schatzschneider und der frühere Kult-Zeugwart Mille Gorgas. Zwei durchmischte Mannschaft, in etwa gleichstark, was dem knappen Spielverlauf entsprach. Im Team Rot gab Marvin Ducksch klar den Ton an. Und bei den Grünen? Florent Muslija machte das Spiel im Zentrum, fast als zweiter Stürmer.

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96-Trainer Kenan Kocak ging nach der Partie die Aufstellung noch mal durch. „Muslija und Moussa standen vorne drin.“ Muslija als zweite Spitze? Wie fand Kocak die Variante? „Gut!“ Kocak setzte Muslija dem bisherigen Spielmacher Genki Haraguchi vor die Nase. Haraguchi kam eher aus der zweiten Reihe, schoss von dort auch nach einem Solo das Tor zum 1:2. Was der Trainer mit Muslijas Beförderung ins vordere Zentrum plant, wurde dadurch deutlich.

Kocak wollte den besten Techniker, den 96 im Kader hat, näher ans gegnerische Tor bringen, seine Dribbel- und Schussqualität zur Geltung bringen. Muslija erinnert in seiner Spielweise stets auch ein wenig an den aktuell ausgemusterten Nationalspieler Julian Brandt. Beide sind ausgezeichnete Fußballer. Bundestrainer Joachim Löw erklärte die Nichtnominierung Brandts zuletzt so: „Ich hoffe, dass er eine gute Reaktion zeigt und dass der Julian sein riesiges Potenzial ausschöpft. Ich erwarte von ihm ein bisschen mehr Torgefahr und Abschlüsse.“ Den gleichen Satz hätte Kocak über Muslija sagen können.

Kandidat für die Startelf gegen den HSV

Der erst 22-Jährige stand sich oft selbst im Weg, wenn er von der linken Außenbahn kam. Seine Versuche, immer rechts am Gegner vorbei zu dribbeln, waren durchschaubar und einfach zu verteidigen. Im Training übernimmt Muslija hingegen häufig die zentrale Spielmacheraufgabe – und überzeugt dort regelmäßig.

Ein Versuch macht 96 klüger. Muslija ist ein Kandidat für die Startelf am 4. April gegen den Hamburger SV. Allerdings nicht als zweite Spitze. Dort wird der Sturmpartner von Marvin Ducksch gesucht.

Hendrik Weydandt und Moussa Doumbouya sind direkte Rivalen – mit Muslija als freischaffenden „Zehner“ dahinter, daneben Dominik Kaiser und Genki Haraguchi in der Mittelfeldraute, die Jaka Bijol absichern soll. Ob der Geheimplan aufgeht, wird sich bis Ostersonntag zeigen.



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