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Dieser kleine Schatz soll aus der Versenkung geholt werden


Ein kleiner Schatz soll in Trinwillershagen wieder aus der Versenkung geholt werden. Es geht um einen Flügel – immerhin rund 100 Jahre alt.

Konkret handelt es sich um einen Flügel aus der Traditionshaus Blüthner, das 1853 in Leipzig gegründet wurde und mit seinen Instrumenten noch heute das Herz namhafter Klavierspieler höher schlagen lässt. Viele Jahre hat der Trinwillershagener Flügel, an dem mittlerweile der Zahn der Zeit nagt, in der örtlichen Schule gestanden, im Musikunterricht als Begleitinstrument gedient, wie Trins Bürgermeister Achim Markawissuk, der selbst einst Leiter der Schule gewesen ist, erzählt.

Kunst und Kultur sollen Pavillon mit Leben füllen

Einst diente der inzwischen 100-jährige Flügel Schülerinnen und Schülern in Trinwillershagen als Begleitinstrument im Musikunterricht.
Quelle: Achim Markawissuk

2006 ist die Trinwillershäger Schule geschlossen worden – der Flügel damit verstummt und mittlerweile unbespielbar geworden. Nun soll er wieder erklingen – im Rahmen des Projektes „Kunst und Kultur im Pavillon“. Das Projekt hat die Gemeinde ins Leben gerufen, möchte damit, wie der Name schon sagt, den Pavillon, der nach seiner Sanierung nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein zentraler Ort ist, zu einer Begegnungsstätte für Kunst- und Kulturliebhaber werden.

Ganz günstig ist das nicht, denn bevor der Flügel – möglichst ohne falsche Töne – wieder erklingen kann, braucht er eine Generalüberholung. Voraussichtliche Kosten: rund 9200 Euro. Außerdem soll für circa 6500 Euro ein neuer Töpfer-Brennofen für die Keramiker angeschafft werden.

Letztlich sollen beide Investitionen das Vorhaben unterstützen, den Pavillon mit Klavierkonzerten, Konzerten im Park, Balkonkonzerten, wechselnden Kunstausstellungen regionaler Kulturschaffender und der Keramiker des Töpferkurses der Gemeinde mit Leben zu füllen. „Angedacht ist beispielsweise auch eine Zusammenarbeit mit Lutz Gerlach im Rahmen der Naturklänge, aber auch mit dem Kirchenkreis“, berichtet Achim Markawissuk.

Flügel wartet in Rostock auf seine Rekonstruktion

Mit diesem Projekt hat sich die Gemeinde um Leader-Fördermittel beworben und ist als eines von insgesamt 20 Vorhaben von der lokalen Aktionsgruppe Nordvorpommern auf die Prioritätenliste für dieses und die folgenden Jahre gesetzt worden. Das bedeutet, die Gemeinde kann sich berechtigte Hoffnung auf Fördergelder machen. „Jetzt muss noch die Prüfung und Bewilligung durch das Stalu Vorpommern erfolgen“, informiert der Bürgermeister über den weiteren Verlauf.

„Der Flügel und das Pianohaus Möller in Rostock, wo der Flügel rekonstruiert werden soll, stehen bereits in den Startlöchern“, erzählt Markawissuk. Das Instrument sei dort bereits eingelagert. „Sicherheitshalber, weil die Schule nicht mehr geheizt wurde“, begründet er. Sobald das Stalu seine Zustimmung zur Förderung gegeben habe, könne es also an die Umsetzung des Projektes „Kunst und Kultur im Pavillon“ in Trinwillershagen gehen.

Von Anja Krüger

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