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Die Köhlbrandbrücke wird abgerissen – neuer Tunnel unter der Elbe geplant



Die Köhlbrandbrücke in Hamburg soll schon 2030 abgerissen werden. Für eine bessere Verkehrsführung soll es einen Tunnel unter der Elbe geben: 2,5 Kilometer lang.

Hamburg – Die Stadt Hamburg* ist bald um ein Wahrzeichen ärmer: Die Köhlbrandbrücke soll verschwinden und das schon ab 2030. Der Betrieb lohnt sich für die Stadt einfach nicht mehr. Schon jetzt kostet der Unterhalt bis zu zwei Millionen Euro pro Jahr. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl der Fahrzeuge, die jährlich über die Brücke fahren, auf rund 40.000 steigen. Auf so ein hohes Verkehrsaufkommen ist das Material nicht ausgelegt.

Name Köhlbrandbrücke
Erbaut 1974
Gesamtlänge 3.618 m
Standort Köhlbrand (Verbindet Elbinsel Wilhelmsburg und die A7)

Die Brücke ist nun schon seit 47 Jahren Wahrzeichen der Stadt. Damit ist die jedoch jünger als der alte Elbtunnel*. Dieser wurde 1911 eröffnet. Der Tunnel unter der Elbe wurde im Jahr 1974 für den Verkehr durch den neuen Elbtunnel* abgelöst.

Abriss der Köhlbrandbrücke in Hamburg: 47 Jahre Wahrzeichen der Stadt

Ein weiterer Grund für den Abriss: Die Brücke steht der Hafen*-Entwicklung im Weg. Weil sie mit ihren 53 Metern Durchfahrtshöhe zu niedrig ist, können neuere Schiffe die Brücke nicht passieren. Nach dem Abriss im Jahr 2030 könnten dann auch größere Schiffe den Containerhafen in Altenwerder erreichen.

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Anstatt der Brücke plant die Hamburg Port Authority einen Bohrtunnel unter dem Köhlbrand. Dafür wurde nun eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Die kam zu dem Ergebnis, dass eine Trasse im Norden der heutigen Brücke am besten geeignet ist. Der Bohrtunnel wäre dann 2,5 Kilometer lang.

Abriss der Köhlbrandbrücke in Hamburg: Neuer Tunnel soll Verkehr unter der Elbe lang führen

Der Verkehr verliefe in diesem Szenario ganze 39 Meter unter der Normalhöhennull der Elbe*. Nach Angaben der Hafenbehörde HPA dauert der Bau circa sieben Jahre. Demnach könne der Verkehr frühstens ab 2036 wieder rollen. Auch die Einführung eines Containertransportsystems sei laut HPA möglich. Die Kosten des Projekts werden laut Wirtschaftsbehörde auf drei Milliarden Euro geschätzt.

Nach Abriss der Köhlbrandbrücke: Ein Architektenbüro plant eine Seilbahn über der Elbe.

© Reimer Breuer Architekten Part mbB

Auch die St. Pauli Landungsbrücken sind Verkehrsknotenpunkt und Sehenswürdigkeit* in einem. Das Wahrzeichen an der Elbe ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Eine solche Attraktion ist die Köhlbrandbrücke natürlich nicht, dennoch ist das Bauwerk ein liebgewonnenes Wahrzeichen der Hansestadt. Daher werden derzeit verschiedene Pläne diskutiert, Teile der Brücke zu erhalten. Beispielsweise das Hamburger Architekturbüro Reimer Breuer Architekten schlug vor, die Träger der Stahlseile zu erhalten und zu Nutzflächen wie Büros umzuwandeln.

Abriss der Köhlbrandbrücke in Hamburg: Seilbahn zwischen den Stahlträgern?

Auch über den Bau einer Seilbahn zwischen den Stahlseilträgern wurde in diesem Zusammenhang nachgedacht. Nach Angaben des Architekturbüros hat das Wahrzeichen „viel Potenzial für Hamburg“. Daher solle die „gewohnte Silhouette von der Stadt aus und das atemberaubende Panorama über den pulsierenden Hafen in die Stadt hinein erhalten bleiben.“ * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Reimer Breuer Architekten Part mbB

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