Start day-news Darum waren die Impftage ein voller Erfolg

Darum waren die Impftage ein voller Erfolg


Etwa 450 Menschen wurden laut Norbert Schöler, Bürgermeister der Stadt Marlow, bisher an drei Tagen mit Astrazeneca geimpft. An diesem Mittwoch (12. Mai) wurde ein vierter öffentlicher Impftag angesetzt, an dem in der Zeit von 13 bis 18 Uhr zum letzten Mal Astrazeneca im Testzentrum am Sportplatz, dem Vereinsheim der BSG Scanhaus Marlow, verimpft wird.

„Wenn wir die bisher bei uns im Rathaus eingelaufenen Anmeldungen für diesen vierten Impftag mit einrechnen, dann werden es am Ende rund 550 Personen sein, die dieses Angebot angenommen haben“, berichtet der Marlower Verwaltungschef weiter. Kamen am ersten Impftag 70 Prozent der Impfwilligen aus Marlow oder einem der Ortsteile und 30 Prozent aus anderen Orten, so liege das Verhältnis jetzt bei 50 zu 50. Aus Gesprächen mit Geimpften wisse er, wie dankbar dieses Angebot angenommen wurde.

Dass es unterbreitet werden konnte, ist den Bad Sülzer Allgemeinmedizinern Dr. Daniela Eska und Dr. Jan Eska zu verdanken. Sie hatten ihren Teil des vom Landkreis Vorpommern-Rügen an Hausärzte verteilten Astrazeneca-Impfstoffs für die öffentlichen Impfaktionen in Marlow zur Verfügung gestellt. Die Kooperation zwischen Stadtverwaltung und Arztpraxis habe „super gut funktioniert“, schätzt Schöler ein. Das Praxisteam Eska kümmerte sich um das Aufziehen der Spritzen, die Beratung sowie die Impfung selbst.

Zusammenarbeit von Stadt und Praxis klappte reibungslos

Mitglieder der Marlower Stadtverwaltung sowie das Team der Recknitz-Tourist Marlow sorgten für einen reibungslosen Ablauf bei der Anmeldung und den Corona-Testungen. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde jeder Impfling vor der Impfung auf eine Corona-Infektion getestet. Dabei habe es drei Verdachtsfälle gegeben, erläutert Norbert Schöler.

Wie der Marlower Bürgermeister und Dr. Jan Eska weiter mitteilten, können sie sich im Juni eine zweite Auflage der öffentlichen Impftage in Marlow vorstellen. Dazu müssten zwei Vorbedingungen erfüllt sein, sagte Dr. Eska. „Bis dahin müsste die Priorisierung aufgehoben werden und das Vakzin von Biontech/Pfizer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.“

Letzter öffentlicher Impftag an diesem Mittwoch mit Astrazeneca heiße übrigens nicht, dass nicht auch noch danach Impfungen mit diesem Vakzin möglich seien, informierte Dr. Eska abschließend. Wer sich für eine Impfung mit Astrazeneca interessiert, könne sich in der Praxis melden und einen Termin vereinbaren.

Knapp 200 Menschen ließen sich in Wustrow impfen

„Sehr gut gelaufen“ ist nach Einschätzung von Benjamin Heinke der erste Impftag auch auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Dem Vorsteher des Amtes Darß/Fischland zufolge haben sich am Samstag knapp 200 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Insgesamt standen für den Tag 500 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca zur Verfügung.

Bereits am frühen Morgen standen die ersten Impfwilligen vor der Fischlandhalle in Wustrow an, sagte Benjamin Heinke am Montag. Er vermute, dass diese Menschen befürchteten, später am Tag keine Impfung mehr zu erhalten und darum bereits Stunden vor Beginn der Impfaktion anstanden.

Weiterer Impftag auch auf dem Darß im Gespräch

Die übrig gebliebenen Impfdosen können weiterverwendet werden. Entsorgt würden nur bereits mit dem Impfstoff aufgezogene Spritzen. Das war in Wustrow allerdings nicht der Fall. Verabreicht wurden die Impfungen durch das Team der Ribnitz-Damgartener Gemeinschaftspraxis von Silke Altmann und Kathrin Kletzin.

Abhängig von den Kapazitäten von Impfstoff und Praxispersonal soll möglicherweise eine weitere durch das Amt Darß/Fischland organisierte Impfaktion stattfinden. Ort und Zeit stehen dem Amtsvorsteher zufolge derzeit aber noch nicht fest. Nachgedacht wird darüber, dass eine solche Aktion dann auf dem Darß in Born erfolgen könne, so Benjamin Heinke.

Von Edwin Sternkiker/Timo Richter

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