Start day-news Corona-Auflagen missachtet: 250 Personen bei Beerdigung in Delmenhorst

Corona-Auflagen missachtet: 250 Personen bei Beerdigung in Delmenhorst



Corona-Regeln? Die Gäste einer Beerdigung in Delmenhorst haben damit offenbar nichts am Hut und missachten sie. Der Krisenstab der Stadt Delmenhorst muss eingreifen.

Delmenhorst – Einen Angehörigen verlieren – das allein ist schon schlimm. In Zeiten der Coronavirus-Pandemie aber noch viel schlimmer, weil man sich nicht einmal von dem- oder derjenigen im Rahmen einer Beerdigung verabschieden kann. Aufgrund der Beschränkungen in der Corona-Zeit gelten auch für Beerdigungen Abstandsregeln. Und nicht nur das: Eine bestimmte Anzahl von Menschen darf allerhöchstens an der Beerdigung teilnehmen. In Delmenhorst hat dies niemanden interessiert.

Delmenhorst: Trauergäste kommen in Massen zu Beerdigung – eigentlich nur 30 Teilnehmer erlaubt

Wie Buten un Binnen berichtet, hat am Dienstag, 11. Mai in Delmenhorst eine Beerdigung stattgefunden, an der insgesamt rund 250 Menschen teilgenommen haben. Das sind weit mehr, als die Stadt Delmenhorst mit einer aktuellen Corona-Inzidenz von 163 zulässt. Demnach ist die Menge der Teilnehmer auf 30 begrenzt. Das aber scheint die Teilnehmer der Beerdigung nicht zu interessieren.

(K)ein Ort der Ruhe: Bei einer Beerdigung in Delmenhorst kamen 250 Teilnehmer – ein Verstoß gegen die geltenden Corona-Auflagen

© Future Image/imago images

Organisiert hat die Beerdigung ein Bestatter, der aus Nordrhein-Westfalen kommt. Die Trauergäste reisten aus dem gesamten Gebiet Deutschlands sowie dem europäischen Ausland an. Laut Buten un Binnen handelte es sich dabei überwiegend um Kurden.

Verstoß gegen Corona-Auflagen: Krisenstab der Stadt Delmenhorst löst Beerdigung auf

Auf der Beerdigung sollen nicht nur weitaus mehr Leute zugegen gewesen sein als erlaubt. Nein, auch die geltenden Abstandsregeln wurden laut Ordnungsamt kaum eingehalten. Der Krisenstab der Stadt Delmenhorst zog deshalb letztlich Konsequenzen: Weil die Menschenmenge zu groß wurde, ließ er die Veranstaltung auflösen. Rudolf Mattern, der Leiter eben jenes Krisenstabes, kündigte weitere Konsequenzen an.

Im April 2021 wurde Delmenhorst aufgrund des hohen Inzidenzwertes zur Corona-Hochinzidenzkommune erklärt. Auch im Oktober 2020 war Delmenhorst in Sachen Inzidenzwert auf den Spitzenplätzen zu finden – leider im traurigen statt im positiven Sinne.

Rubriklistenbild: © Future Image/imago images

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