Start day-news Bundesliga als Ziel: 96-Spielmacher Kerk "will noch mal Duftmarke hinterlassen"

Bundesliga als Ziel: 96-Spielmacher Kerk „will noch mal Duftmarke hinterlassen“


Sommereinkauf Sebastian Kerk kommt immer besser zurecht bei Hannover 96. Gutes Timing, schließlich stand der 27-Jährige viereinhalb Jahre beim nächsten Gegner Nürnberg unter Vertrag. Vorm Samstagabendspiel hat der torgefährliche Mittelfeldspieler mit dem SPORTBUZZER gesprochen – und zwar über…

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… seinen Freiburger Förderer Christian Streich: „Er war mein erster Trainer im Profibereich, hat mir Feuer unterm Arsch gemacht und hat mir in meiner Anfangszeit das eine oder andere beigebracht, für das ich ihm heute dankbar bin. Auch wenn ich als junger Spieler manchmal anders darüber gedacht habe. Da war ich ab und zu ein bisschen unzufrieden, weil ich dachte, dass ich noch viel mehr spielen müsste. Mit den Jahren kommt die Erfahrung, dann kannst du Dinge besser einschätzen. Wenn ein Trainer nicht mit dir spricht, ist das kein gutes Zeichen. Wenn er sich intensiv mit dir beschäftigt, dir auch mal einen Seitenhieb gibt, will er dich besser machen. Also lieber rundmachen, als nichts sagen.“

… Europa-League-Spiele mit 19 Jahren, Zweitliga-Karriere mit 27: „Klar denkt man ab und zu darüber nach: mit 19 Europa League gespielt, Bundesliga, das war schön. Aber: Ich bin stolz, dass ich hier bin. Ich bin stolz, dass ich als Profi Fuß fassen konnte. Ich habe eine schwere Verletzung hinter mir (Achillessehnenriss und fast ein Jahr Pause in 2017, Anm. d. Red.), die ich zum Glück komplett überwunden habe. Wenn man sich nur mit der Vergangenheit auseinandersetzt, kommt man nicht voran. Deshalb gilt der Fokus voll dem Hier und Jetzt. Ich will mit 96 einfach eine gute Saison spielen.“

… Träume von der 1. Liga: „Dort will ich auf jeden Fall noch mal hin. Einige Spiele habe ich dort ja schon gemacht, ich will noch mal meine Duftmarke hinterlassen. Aber das geht nur über Konstanz.“

… den Karrierebegleiter Mike Frantz: „Wir haben in Freiburg schon ein halbes Jahr zusammenspielen dürfen, an die Zeit erinnern wir uns gerne. Weil er auch eine Nürnberger Vergangenheit hat, hatte ich ihn damals beim Wechsel dorthin kontaktiert. Genauso habe ich es vor dem Wechsel nach Hannover gemacht. Wir haben ein bisschen telefoniert, er hat mir sehr geholfen. Ein guter Mann!“

… den Aufschwung zuletzt mit 96: „Es kann nicht immer nur nach oben gehen, aber trotzdem haben wir uns seit der Vorbereitung stetig weiterentwickelt und eine gute Entwicklung genommen. Gegen Sandhausen hätten wir uns in der einen oder anderen Situation einfach besser anstellen müssen. Der Rückhalt der Fans trotz der Niederlage war aber aller Ehren wert.“

Hannover 96: Das sind die neuen Werte der 96-Profis in FIFA 22

Ron-Robert Zieler (73, TH)

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… seine Rolle als bester 96-Scorer: „Ich habe in Osnabrück ja gezeigt, dass ich weiß, wo das Tor steht. Das ist schon der Anspruch an mich selbst. Vor allem, wenn ich so wie in Kiel spielen darf. Da war ich fast schon eine zweite Spitze. Aber der Erfolg der Mannschaft steht an erster Stelle. Wenn zehn andere ein Tor schießen, ist mir das auch recht, wenn wir drei Punkte holen.“

… Ex-Klub Nürnberg: „Das Leben in Nürnberg hat mir viel Spaß gemacht, ich hatte dort eine sehr schöne Zeit. Dass es dann irgendwann zu Ende war, ist halt manchmal so im Fußball. Trotzdem denke ich nur positiv zurück an Nürnberg. Mit dem einen oder anderen stehe ich auch noch in Kontakt: Asger Sörensen, Tim Handwerker, Mathenia, Valentini, Dovedan. Im Moment läuft es bei den Jungs ja besser, da spricht man nach den Siegen den einen oder anderen Glückwunsch aus. Aber vorm Spiel suche ich jetzt nicht den Kontakt, wir tauschen uns dann lieber danach aus.“

… Familienbesuch beim Auswärtsspiel aus der drei Stunden entfernten Heimat Bad Wurzach: „Sieben Karten musste ich ordern, vielleicht kommen noch ein paar dazu. Meine Family fährt am Tag hin, nimmt sich ein Hotel in Nürnberg. Sie kennen noch den einen oder anderen im Stadion und freuen sich darauf, alte Bekannte zu treffen – und natürlich mit mir nach dem Spiel eine Runde zu schnacken. Aber ich bleibe nicht in Nürnberg, fahre lieber mit der Mannschaft nach Hannover zurück und zu meiner Frau und meiner Tochter.“

… seine junge Familie mit Frau Eva und der drei Monate alten Tochter Elea Kaia: „Am Anfang ist man als Vater das fünfte Rad am Wagen. (lacht) Aber Vatersein macht Spaß. Unsere Tochter wird immer aufnahmefähiger, versucht schon zu kommunizieren. Sie lernt von Tag zu Tag dazu. Es macht einfach Laune, wenn man nach einem harten Trainingstag nach Hause kommt. Und Dinge, die vorher wichtig erscheinen, sind es nicht mehr so sehr. Ich gucke einfach, dass es meiner Familie gut geht, alles andere ist zweitrangig. Mir tut das sehr gut. Ich bin ein Kopfmensch und wenn ich mit dem Kopf nur bei einer Sache bin, verkrampfe ich manchmal ein bisschen. Meine Familie gibt mir Leichtigkeit.“

… den gekürzten Bart: „Der hat meine Tochter gekratzt, da musste mein Friseur ihn deutlich stutzen. Ganz ab kommt der aber nicht, sonst erkennt sie mich ja gar nicht mehr!“

… Dinge, die ihm als gebürtigem Schwaben in Norddeutschland fehlen: „Mein bester Freund Tim Leibold spielt beim Hamburger SV, der hat mir damals schon gesagt, dass die Luft frischer ist im Norden, nicht ganz so warm. Da lässt es sich leichter Fußball spielen. Dass es hier nicht ganz so warm ist, ist auch für meinen Hauttyp optimal. (lacht) Das Einzige, was ich vielleicht mal vermisse, sind Kässpätzle.“



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