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28 Filme weltweit erstmals zu sehen


Bereits zum zweiten Mal kann das Internationale Dokumentarfilmfestival DOK.fest nur online stattfinden. Doch bereits im vergangenen Jahr zeigten die Macher des Festivals, dass es auch rein virtuell funktioniert. Am Dienstagabend hat die wichtige Leistungsschau der Dokumentarfilmerinnen und -filmer mit dem Film „Hinter den Schlagzeilen“ begonnen. Das Festival endet am 23. Mai.

„100up – Age Is Just a Number“: Ein Leben von über 100 Jahren liegt hinter ihnen – und nur noch kurze Zeit vor ihnen. Doch sie strahlen, immer noch, vor Lebensfreude: die Sextherapeutin Shirley, die Holocaust-Überlebende Mathilde, die Norwegerin Laila, der Arzt Raúl, der Zukunftsforscher Hans, die Schlagzeugerin Viola, der Stand-up-Comedian und Professor Irwin. Dies zeigt der niederländische Film „100up“ von Heddy Honigmann. © Quelle: DOK.fest

Aus der reinen Online-Not wird auch in diesem Jahr eine Tugend gemacht: Ab dem heutigen 6. Mai hat ein Meet and Greet in der digitalen Festivallounge täglich von 19 bis 21 Uhr geöffnet. Viele Abende orientieren sich thematisch an einer der Reihen. Hier haben Zuschauerinnen und Zuschauer auch die Möglichkeit, die internationalen Filmteams zu treffen und sich auszutauschen.

Eröffnungsfilm heißt „Hinter den Schlagzeilen“

In „Hinter den Schlagzeilen“ haben der Regisseur Daniel Sager und der Produzent Marc Bauder zwei Investigativreporter der „Süddeutschen Zeitung“ begleitet. Darin geht es unter anderem um die Recherche der beiden Journalisten zum Tod der maltesischen Journalistin Daphne Caruana und zur sogenannten Ibiza-Affäre, die ein politisches Erdbeben in Österreich auslöste. Der Film sei ein Glücksgriff, der in Zeiten von Populismus und Fake News die hohe Bedeutsamkeit von seriösem Journalismus aufzeige, sagte Festivalleiter Dominik Petzold am Dienstag.

Investigativreporter: Die Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“, Bastian Obermayer (l.), und Frederik Obermaier, und ihre Recherchen sind Thema im Dokumentarfilm „Hinter den Schlagzeilen“. © Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Dieser Film ist ebenso zu sehen wie 130 weitere Filme aus 43 Ländern. Darunter sind 28 Welt- und 90 Deutschlandpremieren. Geehrt wird zudem das Lebenswerk der tschechischen Filmemacherin Helena Trestíková („Forman vs. Forman“). Zu sehen ist auch der Dokumentarfilm „Taming the Garden“ von Salome Jashi, der bereits auf der Berlinale zu sehen war. Oder der Film „Monobloc“ über das meistverkaufte Möbelstück der Welt – einen Plastikstuhl.

Den Stuhl „Monobloc“ gibt es weltweit rund eine Milliarde Mal. © Quelle: DOK.fest

Zuschauer können über Publikumspreis abstimmen

Zuschauer können, wie in den Jahren zuvor, im Rahmen des Publikumspreises, den 3sat und der Bayerische Rundfunk gestiftet haben, für ihren persönlichen Favoriten aus diesem Filmprogramm abstimmen. Die Abstimmung endet am Freitag, 21. Mai, um 12 Uhr. Nominiert sind alle aktuellen Filme, die im regulären Filmprogramm des DOK.fest München 2021 @home zu sehen sind. Ausgenommen sind ältere Filme, die im Rahmen der Rückblick-Reihen Hommage und Retrospektive gezeigt werden.

Nach der Eröffnung am 5. Mai steht das Festival vom 6. bis 23. Mai allen Interessierten offen: Wegen der Corona-Pandemie findet es auch dieses Jahr wieder online statt. Gegen Zahlung von 6 Euro kann ein Film 24 Stunden lang abgerufen werden.

Zur Auswahl stehen 131 Filme aus 43 Ländern, darunter 28 Welt- und 90 Deutschland-Premieren. Die Hommage ist der Regisseurin Helena Trestíková gewidmet. Die Retrospektive rückt das einstige DDR-Filmunternehmen Defa in der Blick. Auch Filmgespräche sind geplant. Interessant ist auch der Film „The Rossellinis“, der Einblicke in das Leben der Familie gibt, zu der berühmte Filmemacher wie Roberto oder Isabella Rossellini zählen. Und „Dark Rider“ porträtiert einen blinden Australier, der den Geschwindigkeitsrekord auf dem Motorrad brechen will.

Informationen zu Tickets, Ticketpreisen und vielem mehr gibt es hier.

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